2:6 - Halbes Dutzend macht Sarisakal sprachlos

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Eine Nummer zu groß waren die roten Teufel im Allgäu für Marian Meier und Karol Kopec (r.).

SC Fürstenfeldbruck – Der SC Fürstenfeldbruck hat ein Kottern-Trauma. Auch im neunten Anlauf gab es gegen die Allgäuer nicht den ersehnten ersten Sieg. Im Gegenteil: Trotz einer 2:0-Führung kassierte der SCF beim 2:6 (2:3) die höchste Saisonpleite.

Konsterniert verfolgte Trainer Tarik Sarisakal von der Bande neben der Bank die Schlussminuten. Und auch nach dem Abpfiff war der Übungsleiter erst mal sprachlos. „Ich möchte nichts sagen.“ Erst bei der Pressekonferenz im Kotterner Vereinsheim war Sarisakal zu einer Analyse fähig, wenngleich er auch hier zunächst erklärte: „Mir hat es die Sprache völlig verschlagen.“

Grund war der rund einstündige, völlig desolate Auftritt seiner Elf, die einen komfortablen 2:0-Vorsprung fast kampflos verschenkte. Dabei roch nach 26 Minuten alles noch nach dem ersten Brucker Erfolg gegen den Angstgegner. Marian Meier hatte gleich mit dem ersten Angriff nach nur wenigen Sekunden – mit einem schönen Gruß an Leverkusens Rekordschütze Karim Bellarabi – das 1:0 erzielt. Mit einem platzierten Flachschuss ließ Uli Fries das zweite Brucker Tor folgen.

Doch mit der Führung im Rücken brachen die Brucker völlig ein. „Wir haben die Grundlagen nicht beherzigt“, sagte Sarisakal, „haben die Zweikämpfe nicht angenommen und es nicht verstanden, von der Sturmspitze her die Löcher nach hinten zuzumachen.“ Deshalb passierte das, was bei einer eigenen Führung eigentlich nicht der Fall sein sollte: Statt Räume für Brucker Konter ergab sich auf der Gegenseite Platz zum Kombinieren. Ein sechsminütiger Tiefschlaf des SCF läutete die Wende ein.

Zwischen der 30. und 36. Minute bogen die Gastgeber mit drei Treffern das Spiel und gingen noch vor dem Seitenwechsel in Führung. Sogar Brucks Abwehr-Routinier Florian Baier ließ sich von der totalen Ratlosigkeit seiner Elf anstecken. Der 33-Jährige hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und durch Fehlpässe immer wieder Angriffe der Allgäuer Stürmer eingeleitet. Von der Kotterner Dreierpack-Dusche vor dem Pausentee erholten sich die Brucker nicht mehr.

Auch der zweite Durchgang gehörte trotz zweier ansehnlicher SCF-Chancen, die Kotterns Torhüter Michael Liebherr vereitelte, den Gastgebern. Und so nahm das Unheil seinen Lauf. Am Ende blieb Sarisakal nur eines: Mit wiedergefundener Sprache dem TSV Kottern zum „verdienten und grandiosen Sieg“ zu gratulieren.

Quelle: fussball-vorort.de

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