Hallbergmoos schießt Eching aus dem Stadion

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Wenig Mühe hatte die Hallbergmooser Abwehr mit den Angriffen des Gastgebers aus Eching. Das 7:1 nach 90 Minuten spricht Bände.

TSV Eching - Aus dem brisanten Duell wurde nichts. Der VfB Hallbergmoos deklassierte einen katastrophalen TSV Eching mit einem klaren 7:1. Da auch Erlbach siegte (3:0 beim FC Ismaning), vertagt sich die Entscheidung um den Relegationsrang zur Bayernliga auf den nächsten Samstag.

Als Duell „Lehrmeister (Plattner) gegen Lehrling (Ostertag)“ kündigte der TSV das Derby in seiner Stadionzeitung an. Wahrhaftig erteilte der VfB den Zebras eine derbe Lektion, präsentierte sich in allen Belangen klar besser und gewann selbst in der Höhe verdient. Bei der anschließenden Pressekonferenz vertrieben die von Toni Plattner mit Bedacht gewählten Worte zwar nicht den Groll mancher Echinger ob der Klatsche im letzten Heimspiel. Immerhin aber linderten sie den Schmerz nach 90 Minuten Einbahnstraßenfußball. „Die Kritik sollte nicht zu groß ausfallen für die Echinger Mannschaft. Nochmal: sie haben eine großartige Saison gespielt und heute war einfach die Luft raus“, richtete Plattner den Blick auf das Erreichen des vorzeitigen Klassenerhalts. TSV-Coach Fredi Ostertag bedankte sich artig für die freundlichen Glückwünsche seines Freundes, dennoch konnte und wollte er die höchste Saisonniederlage nicht einfach so zu den Akten legen. „Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Wir wollten unseren Zuschauern zeigen, dass wir guten Fußball spielen können“, bedauerte Ostertag den lustlosen Auftritt seiner Mannschaft.

In der Tat war von den Gastgebern wenig zu sehen. Der VfB ergriff von Beginn an die Initiative und übernahm durch Jakob Taffertshofer entsprechend die Führung (10.). Zwar gelang Echings Goalgetter Fabijan Hrgota neun Minuten später der Ausgleich, doch ansonsten verlebte Emilio Pingitore im VfB-Gehäuse einen erholsamen Nachmittag an ehemaliger Wirkungsstätte. Florian Bittner bot sich die Gelegenheit zum möglichen 2:1, doch er verpasste knapp. Bezeichnend für das Match die Entstehung zum 1:2. Michael Ott scheiterte mit einem Freistoß aus 18 Metern an der Mauer, verlor danach das Duell um den zweiten Ball. Den Hallbergmooser Konter stoppte Ludwig Stegmeier mit einem Foul kurz vor der Torauslinie. Den fälligen Freistoß flankte Michael Kopp punktgenau auf den Kopf von Kapitän Dennis Hammerl, der relativ unbedrängt zur erneuten Führung traf.

Die aufkeimende Euphorie im VfB-Lager erstickte Christoph Popp 90 Sekunden später durch sein Tor zum 1:0 für Erlbach, ein paar Kilometer entfernt in Ismaning. Trotzdem erledigte die Plattner-Elf ihre Hausaufgaben mit Bravour. Bis zur Pause schraubten zwei weitere Taffertshofer-Treffer sowie Anselm Küchle das Resultat bis auf 1:5 hoch. Zum Glück für den weiterhin komplett indisponierten TSV schaltete Hallbergmoos in Durchgang zwei mindestens einen Gang zurück, kontrollierte das Geschehen aber weiterhin nach Belieben. Zunächst Andreas Kostorz per Schuss rechts unten ins Eck (53.) und schließlich Taffertshofer mit seinem vierten Tor am Samstagnachmittag (90.) stellten den 1:7-Endstand her. „Mit meiner Mannschaft würde ich gerne Relegation spielen. Vielleicht lässt Erlbach ja noch Punkte“, hielt Plattner die Hoffnung hoch.

Beim TSV wich im Laufe des Abends bei Brotzeit und Bier die kurzzeitige Enttäuschung gegenüber der Freude, in dieser Saison nichts mehr mit der Relegation oder gar dem Abstieg zu tun zu haben.

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Quelle: fussball-vorort.de

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