Ringen

Siegfried-Reserve hat den Klassenerhalt vor Augen

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Die Kräfteverhältnisse waren im Hinkampf klar verteilt: Leonard Weßalowski (rotes Dress) und die Freisinger Ringer hatten gegen Hallbergmoos II um Matthias Wimmer unterm Strich wenig zu bestellen.

Auf geht’s zum Derby in der Ringer-Oberliga: Die Reserve des SV Siegfried Hallbergmoos empfängt am Samstag, 19.30 Uhr, in der Hallberghalle die SpVgg Freising zum letzten Kampf in dieser Saison.

Hallbergmoos – Dabei könnte die Ausgangslage der beiden Staffeln gar nicht unterschiedlicher sein: Während der zweite Anzug des SV Siegfried mit 14:8 Punkten den dritten Platz belegt und damit den Klassenerhalt vor Augen hat, steht der Tabellenfünfte aus der Domstadt (9:13) bereits als Absteiger in die Bayernliga fest.

Die SVS-Reserve hatte Mitte Oktober den Hinkampf in der Sporthalle der Luitpoldanlage relativ klar mit 21:11 gewonnen. Nachdem man auch diesmal wieder davon ausgehen kann, dass die Hallbergmooser nichts mehr anbrennen lassen und erneut auf Erstliga-erfahrene Mattenkämpfer zurückgreifen, sind sie in der Favoritenrolle. Siegfried-Chef Michael Prill gibt sich jedenfalls kämpferisch: „Für uns hat das Derby gegen Freising absolute Priorität. Wir wollen unbedingt gewinnen – denn nur mit einem Erfolg ist uns der Klassenerhalt in der Oberliga ganz sicher.“ In die gleiche Kerbe schlägt Trainer Markus Niedermair: „Wir haben es selbst in der Hand und können den Sack endgültig zumachen.“ Niedermair räumt allerdings ein: „Theoretisch könnten wir sogar verlieren, weil ich davon ausgehe, dass sich Anger im letzten Kampf zu Hause gegen Untergriesbach durchsetzt. Doch wir wollen kein Risiko eingehen.“

SpVgg Freising sieht dem Derby skeptisch entgegen

Dagegen sehen die Freisinger diesem Derby, das sicher viele Fans aus dem gesamten Landkreis in die Hallberghalle locken wird, nicht gerade optimistisch entgegen. Jedenfalls gibt Zweiter Vorsitzender Christian Hennerfeind, der bei der SpVgg für den Sportbetrieb zuständig ist, nur eine vorsichtige Prognose ab: „Es kommt ganz darauf an, wie stark Hallbergmoos aufstellt. Wenn sie gewinnen wollen, verstärken sie sich mit Ringern, die Bundesliga-Erfahrung haben – und dann haben wir wohl keine Chance.“ Der Freisinger Mannschaftssprecher Dominik Kratzer ist da schon etwas mutiger: „Wir werden gegen Hallbergmoos einen starken Kampf liefern und hoffen, dass es so knapp wie möglich ausgeht.“ Etwas wehmütig fügt er hinzu: „Es ist schon schade, das man als Tabellenfünfter in die Bayernliga absteigen muss. Aber wir haben in dieser Saison gute Leistungen gezeigt und einige knappe Resultate zustande gebracht – daher können wir uns erhobenen Hauptes aus der Oberliga verabschieden.“

Das könnten die spannendsten Duelle werden

So oder so: Die Ringerfans können sich auf einige spannende Kämpfe freuen. Siegfried-Weltergewichtler Artur Tatarinov hatte im Hinkampf gegen den Freisinger Cheftrainer Ion Gaimer knapp mit 1:0 gewonnen und ihm dadurch seine bislang einzige Niederlage in dieser Oberliga-Saison zugefügt. Sollte der Domstädter trotz seiner Schulterverletzung auflaufen, so ist im klassischen Stil ein Kampf mit völlig offenem Ausgang zu erwarten. In der 75-Kilo-Klasse musste der Hallberger Ilja Vorobev dem DM-Fünften Marcel Berger im freien Stil gleich vier Punkte überlassen. Man darf gespannt sein, ob der Hallbergmooser erneut chancenlos ist, oder ob der SVS II einen anderen Athleten gegen Marcel Berger stellt. Mit Jakob Jung vom SV Siegfried und Patrick Ogbebor von der SpVgg treffen im klassischen Stil bis 80 Kilogramm wahrscheinlich zwei Nachwuchstalente aufeinander.

Anton Schweißgut

Ebenfalls interessant: Zukunft des SV Siegfried Hallbergmoos: Die Reserve spielt vielleicht das Zünglein an der Waage

Quelle: Merkur.de

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