Fußball - Landesliga

VfB-Goalgetter Ben Held will sich mit vielen Toren verabschieden

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Er wird den Hallbergmoosern fehlen: Ben Held (l. ) trug sich in dieser Landesliga-Saison schon elf Mal in die Torschützenliste ein. Ab Sommer stürmt er für den ambitionierten FC Schwaig. In welcher Liga? Das wird sich noch herausstellen.

Die Abschiedstournee von Ben Held beim Landesligisten VfB Hallbergmoos ist gestartet. Mit dem Sommerwechsel zum ambitionierten Kreisliga-Klub FC Schwaig ist klar, dass die Stürmer-Legende des Landkreises noch maximal 13 Spiele für die Hallbergmooser Fußballer bestreiten wird. Beim VfB ist man dankbar für den fairen Abschied.

Hallbergmoos – „In der Winterpause ist dieser Gedanke in mir gereift“, sagt Ben Held, der sich schon auf seine Aufgabe als Spielertrainer in Schwaig freut. Dort möchte er dann noch einige Tore schießen, „weil ich ja noch im besten Fußballeralter bin“. Seinem jetzigen Klub Hallbergmoos hat er bereits versprochen, „dass ich da keine fünf Spieler nach Schwaig mitnehmen werde“.

„Natürlich tut jeder Abgang eines Spielers weh“, sagt der Hallbergmooser Fußball-Abteilungsleiter Rene van Santvliet. „Besonders wenn es ein so verdienter und routinierter ist wie Ben Held.“ Der Verein hätte gerne mit dem 33-Jährigen weitergemacht, der wie kein Zweiter Tore garantiert. Der oberste Funktionär des Landesligisten dankt dem Spieler jedoch für seine Vorgehensweise in den vergangenen Monaten: „Er hat uns seine Entscheidung offen und ehrlich, vor allem aber frühzeitig mitgeteilt.“ Der Verein weiß schon länger, woran er ist – und Held machte keinen Hehl daraus, dass er im Sommer 2019 mit 33 Jahren ins Trainergeschäft einsteigen möchte. „Dafür ist der Job als Spielertrainer in Schwaig sicherlich ein guter Start“, sagt Fußballchef van Santvliet.

Der Verein aus der Nachbarschaft hat in dieser Saison noch Chancen auf den Bezirksliga-Aufstieg und träumt mittelfristig davon, in die Landesliga zu klettern. Denn bereits jetzt machen die Schwaiger deutlich, dass das Saisonziel in der kommenden Runde der Aufstieg in die Bezirksliga sein muss, sofern es nicht schon in diesem Sommer klappen sollte. In Schwaig überzeugte Held mit seinen klaren Aussagen – und für die muss man kein Lautsprecher sein. Er freue sich nach den letzten Monaten in Hallbergmoos darauf, „einfach etwas komplett Neues zu machen“.

Der VfB Hallbergmoos ist derweil bereits in der Winterpause auf der Suche nach einem oder zwei neuen Stürmern. „Wir sind schon mit einigen Kandidaten in Gesprächen“, erklärt Abteilungsleiter van Santvliet. Die Hallberger wären bei entsprechenden Möglichkeiten auch bereit, im Winter-Transferfenster sofort einen neuen Goalgetter an Bord zu holen.

In der restlichen Rückrunde will Held, der aktuell bei elf Treffern in 21 Begegnungen steht, natürlich alles geben, um sich einmal mehr als bester Torjäger seiner Mannschaft verabschieden zu können. Zu seiner Ausbeute der vergangenen Saison (31 Spiele, 15 Tore) fehlen noch vier Treffer. Rene van Santvliet ist sicher, dass Held diese Marke knacken wird: „Ben wird in der Rückrunde noch einige Tore schießen und sich damit selbst den besten Abschied machen.“

Das sieht Held genauso: „20 Buden in dieser Saison wären schon ein guter Abschied.“ Nur an die ganz große Nummer mit einem Comeback im Aufstiegsrennen glaubt er angesichts von aktuell 13 Punkten Rückstand auf den Zweitplatzierten SE Freising nicht mehr. „Im Fußball soll man niemals nie sagen“, meint er. „Aber wir haben einen neuen Trainer, und der Rückstand ist schon ziemlich groß. Daher sollten wir jetzt einfach nur von Spiel zu Spiel denken.“ Er macht aber auch deutlich, dass der Kader des VfB Hallbergmoos das Potenzial dafür habe, in der Landesliga ganz vorne mitzuspielen.

Nico Bauer

Quelle: Merkur.de

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