Happy End gegen den Angstgegner

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Onur Misirlioglu und der BCF sicherten sich in einer packenden Partie einen wichtigen Zähler.

BCF Wolfratshausen - In letzter Minute gelang Lamine Guèye der 1:1-Ausgleich für den BCF Wolfratshausen. Nicht der einzige Grund, warum Farchets Trainer Reiner Leitl die Punkteteilung mit dem 1.?FC Sonthofen – anders als die beiden vorangegangenen Unentschieden – zufrieden abnickte.

Vergebene Elfmeter, verlorene Abstiegskrimis, verpasste Meisterschaften. Es gibt unzählige Ursachen, die Spieler wie Trainer eine unruhige Nacht bescheren können. Reiner Leitl ist offensichtlich sogar noch empathischer veranlagt. Wolfratshausens Übungsleiter berichtete nach der Partie gegen den Gast aus dem Oberallgäu, dass er in der Nacht auf Samstag schlecht geschlafen habe.

Als Grund läge Leitls 55. Geburtstag nahe, der am kommenden Donnerstag dick im Kalender angekreuzt ist. Aber iwo. Die unruhige Nacht hatte ihre Gründe natürlich im sportlichen Bereich. Der Name 1.FC Sonthofen sorgte bei Leitl für ein Gedenkenkarussell und damit eine verkürzte Schlafdauer. „Ich wusste, was auf uns zukommt“, sagte der Coach und erinnerte an den für seine Mannschaft stets unbequemen Gegner aus Deutschlands südlichster Stadt.

Sonthofen liegt dem BCF nicht wirklich. Spätestens ab Mitte der ersten Spielhälfte wurde diese Tatsache am Samstag neuerlich offenkundig. Pascal Rasmus steuerte – wenngleich aus abseitsverdächtigem Ursprung – ohne Gegenspieler auf Farchets Keeper Kevin Pradl zu. Eine Chance allererster Güte, doch Pradl packte den Monsterreflex aus. Gleicher Rasmus war es auch, der kurz vor Pausenpfiff den Ball aus 18 Metern um Nuancen am Wolfratshausen Kasten vorbeisetzte. Leitl ordnete beide Szenen, so wie sie entstanden waren, in „unsere Schlafphase“ ein. Die hätte er wenige Stunden zuvor selbst gerne in Anspruch genommen. Bei seiner kritischen Retrospektive war der 54-Jährige aber hellwach: „Wir hätten 0:2 hinten liegen können, und das Spiel wäre gelaufen gewesen.“

Nicht weit nach Wiederbeginn musste sich Torhüter Pradl mit dem komplexen Thema Wachsamkeit beschäftigen. Zweifellos fand Sonthofens Spielmacher Andreas Maier beim direkten Freistoß aus bester Rechtsfuß-Position ein solides Maß an Präzision und Geschwindigkeit. Andererseits schlug der Ball im Zuständigkeitsbereich Pradls im BCF-Kasten ein – 0:1.

In der Folgezeit vergaben Christian Duswald bei einem Schuss aus zehn Metern und Basti Pummer per Kopf die aussichtsreichsten Möglichkeiten der Platzherren. Beim Beinahe-Eigentor von Benjamin Müller erhielten die Gäste unverhoffte Unterstützung von der Querlatte ihres Kastens. Wolfratshausen hatte in diesem Zeitraum eine Art Belagerungszustand geschaffen. Infolge dessen nahm der 1.FC nur noch sehr spärlich und wenig konstruktiv am Spielgeschehen teil. Patrick Littig tat dies in den Schlussminuten überhaupt nicht mehr: Der Sonthofener sah die Ampelkarte.

89 Umdrehungen hatte der Minutenzeiger der Stadionuhr auf der Anzeigetafel am benachbarten Hauptspielfeld bereits hinter sich gebracht, da wurde die Elf von Esad Kahric doch noch für ihre zunehmende Passivität bestraft. Farchets eingewechselter Michael Marinkovic verlängerte den Ball geschickt auf Lamine Guèye. Der traf ebenfalls mit Köpfchen zum vielumjubelten Ausgleich. Leitl erleichtert: „Heute geht das Unentschieden in Ordnung.“

Quelle: fussball-vorort.de

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