0:3-Pleite gegen Landshut

Eching zu harmlos für eine Überraschung

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Dem Erfolg hinterher liefen Maximilian Preuhs (l.) und Co. vom TSV Eching bei der 0:3-Niederlage im Toto-Pokal gegen die SpVgg Landshut.

TSV Eching - Der Traum von der Pokalhauptrunde ist für den TSV Eching seit Mittwochabend ausgeträumt. Das beim 0:3 in dieser Höhe auch verdiente Aus gab es gegen den Bayernligisten von der SpVgg Landshut.

von JOCHEN JÜRGENS

Über weite Strecken der ersten Halbzeit verlagerte sich das Spielgeschehen ins Mittelfeld: Torraumszenen blieben absolute Mangelware, zahlreiche Fouls führten zu häufigen Unterbrechungen durch den umsichtig leitenden Schiedsrichter Thomas Färber aus Augsburg. Erst ein katastrophaler Fehlpass von Onur Misirlioglu, der einen rabenschwarzen Tag erwischte, setzte SpVgg-Stürmer Sebastian Zettl in Szene, der mit seinem platzierten Flachschuss Emilio Pingitore im TSV-Tor keine Abwehrchance ließ (23.).

Eching fand auch fortan keine Mittel, um das Gästeteam auch nur annähernd in Gefahr zu bringen. 120 Sekunden vor dem Pausenpfiff fast noch das 0:2, als Misirlioglu sich überlaufen ließ, Zettl der Ball aber über den Spann rutschte. In der 48. Minute fing die SpVgg eine Flanke von Patrick Motzkau am eigenen Strafraum ab und offenbarte die Anfälligkeit der Echinger bei gegnerischen Kontern, die sich bereits durch die komplette Vorbereitungsphase zieht. Zettl tauchte alleine vor dem herauseilenden Pingitore auf, verfehlte mit seinem Lupfer – zum Glück für den TSV – allerdings das leere Tor.

Dann – endlich – die erste Möglichkeit für die Gastgeber. Nach einem Foul an Spielertrainer Janis Hoffmann versemmelte Askin Ünlü den fälligen Freistoß aus etwas mehr als 25 Metern allerdings kläglich (53.). Vier Minuten später an fast gleicher Stelle wieder Freistoß für Eching, erneut durfte Ünlü zur Ausführung schreiten. Sein Schuss strich um wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Das blieb die letzte nennenswerte Offensivaktion des TSV Eching, während sich die Chancen für die Gäste nun häuften. Mustafa Kantar rettete nach genau einer Stunde in höchster Not vor zwei einschussbereiten Landshutern. Die anschließende Ecke köpfte Christian Steffel in Richtung Torwinkel, bestens pariert von Pingitore (61.).

Die Entscheidung dann in Spielminute 78, als Landshuts Sebastian Zettl freistehend vor Pingitore aus 14 Metern zum Abschluss kam und den Ball flach ins lange Eck zum 0:2 hämmerte. Eching ergab sich danach komplett, worüber Coach Hoffmann nach der Partie sichtlich verärgert war: „Wir haben einfach aufgehört, das darf nicht sein“, bilanzierte er die Schlussminuten, in denen die SpVgg mehrfach alleine vor Pingitore auftauchte. Als sich ein Großteil der nur 80 Zuschauer im weiten Rund des Willi-Widhopf-Stadions bereits auf dem Heimweg befand, stellte der eingewechselte Tobias Biermeier den auch in der Höhe verdienten 3:0-Endstand her (90. +1)

Statistik

TSV Eching 0 SpVgg Landshut 3

Aufstellung TSV Eching: Emilio Pingitore, Mustafa Kantar, Patrick Motzkau, Askin Ünlü, Eren Bircan, Manuel Deutschmeyer (66. Marco Lutter), Kevin Witzl (66. Yuki Shimuzu), Dennis Loskot, Maximilian Preuhs, Onur Misirlioglu, Janis Hoffmann

Auf dem Spielbericht notiert, aber nicht zum Einsatz kamen: Fabijan Hrgota, Julian Allgeier, Ferdinand Kozel (TW).

Tore: 0:1, 0:2 Sebastian Zettl (23./78.), 0:3 (90.+1) Tobias Biermeier

Gelbe Karte: Misirlioglu

Schiedsrichter: Thomas Färber (Augsburg)

Zuschauer: 80.

Quelle: fussball-vorort.de

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