Fußball: Landesliga Südwest

Chancenlos im Allgäu

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Hatte im Sturm wenig auszurichten: Anton Krinner (re.) stand beim Heilbrunner Gastspiel im Allgäu oft auf verlorenem Posten. 

Der SV Bad Heilbrunn bekommt beim SV Egg a.d. Günz seine Grenzen aufgezeigt und verliert chancenlos mit 1:6. Trainer Lang: „Bisherige Spiele im Vergleich nur Gaudi.“

Egg/Bad Heilbrunn – Bei einer 1:6-Niederlage war der Verlierer entweder sehr schlecht. Oder der Gewinner sehr stark. Walter Lang hat für seine Heilbrunner bei der Klatsche beim SV Egg an der Günz klar Letzteres ausgemacht. „Wir waren völlig chancenlos, der Gegner war eine Klasse besser, hat alles perfekt gespielt, im Vergleich zu der Partie waren die ersten drei Begegnungen eine Gaudi“, sagt der HSV-Trainer, der dem Aufsteiger nichts vorwerfen will. „Es war Scheibenschießen im Allgäu.“

Zwar legten die Gäste bereits nach drei Minuten durch Max Specker auf 1:0 vor. Doch dann musste Lang Kapitän Sebastian Mertens auswechseln, der es zwar zehn Minuten lang in der Innenverteidigung versuchte, dann aber doch mit schmerzendem Oberschenkel passen musste. Für ihn kam Markus Petzold. „An ihm lag es bestimmt nicht“, meint Lang. „Er war noch einer unserer Besten.“

Stattdessen lieferte Egg eine Demonstration der Stärke ab, drehte das Spiel innerhalb von drei Minuten und zog nach der Pause unermüdlich davon. Bei den Toren – allein dreimal traf Manuel Schedel – tankten sich die Platzherren mit großer Leichtigkeit durch die Abwehrreihe der Heilbrunner. „Wir konnten das einfach nicht verteidigen“, räumt Lang ein. „Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Da war nichts zu machen.“

So machte Egg dem Aufsteiger perfektes Stellungsspiel vor. „Wir sind nicht nachgekommen, die Passgenauigkeit, das Tempo, so war immer ein Mann frei.“ Und der fackelte jeweils nicht lange und vollstreckte am entnervten HSV-Keeper Christoph Hüttl vorbei.

Auch nach vorne ging bei Heilbrunn nicht viel. Lang ließ Anton Krinner erneut im Sturm neben Max Specker spielen, Johannes Kiechle besetzte die rechte Außenbahn vor Thomas Forster. Doch es war alles umsonst. „Wir sind kaum über die Mittellinie gekommen“, räumt Lang ein. Beste Chance zur Ergebniskorrektur kurz vor Schluss: Max Schnitzlbaumers angeschnittener Freistoß mit dem Außenrist, den Egg-Keeper Christoph Schäffler gerade noch ablenkte. Und zu allem Überfluss knickte Schnitzlbaumer wenig später auch noch um und musste raus. „Wenn er sich verletzt hat, wäre das das Schlimmste an diesem Tag“, sagt Lang.

Für ihn war es der mit Abstand stärkste Gegner in der Landesliga bisher. Aber nicht das einzige solche Kaliber. „Ich fürchte, so etwas kommt oft auf uns zu.“ NICK SCHEDER

SV Egg a.d. Günz - SV Bad Heilbrunn 6:1 (2:1)

Tore: 0:1 M. Specker (3.), 1:1 Schedel (23.), 2:1 Schedel (26.), 3:1 Walter (46.), 4:1 Schedel (59.), 5:1 Singer (85.), 6:1 Steck (86.), – Schiedsrichter: Meier (München), – Zuschauer: 263.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – Forster, Fl. Schnitzlbaumer, Mertens (10. Petzold), A. Specker, – Pappritz, Pföderl, – Kiechle (46. Schmöller), Schnitzlbaumer, –Krinner, M. Specker (51. Specker).

Quelle: Merkur.de

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