Es könnte kaum besser laufen

Heimstetten: Eine Woche, zwei Spiele, drei Siege

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„Eine echte Waffe“: Freistoßkünstler Sebastiano Nappo (rot-weiß) im Zweikampf.

SV Heimstetten - Erst der Sieg gegen Vilzing, dann der Aufstiegsverzicht des SV Pullach, und jetzt auch noch ein 3:1 über Wolfratshausen: Für den SV Heimstetten hätten die Woche kaum besser laufen können.

Heimstetten – Es ist gut eine Stunde gespielt, als ein halbhoher Querpass zum freistehenden Christopher Korkor segelt. Der Fußballer des BCF Wolfratshausen will die Kugel annehmen, doch sie springt ihm vom Fuß – ins Seitenaus. Eilig schnappt sich Maximilian Hintermaier den Ball und wirft ihn zu Manuel Duhnke. Aber auch der Mittelfeldmann des SV Heimstetten patzt bei der Annahme, sodass das Spielgerät umgehend wieder über die Seitenlinie hoppelt.

Nun sind Korkor und Duhnke zwei Fußballer, die es in punkto technischer Raffinesse mit nahezu jedem in der Bayernliga Süd aufnehmen können. Dass ausgerechnet dieses Duo zwei Stockfehler binnen 15 Sekunden produziert, sagt einiges über das Duell ihrer beiden Mannschaften. Passend dazu auch der Kommentar, den Heimstettens Trainer Heiko Baumgärtner nach der Aktion lautstark über den Rasen schickt: „Mich langweilt das, was wir hier machen!“

Man kann es aus SVH-Sicht jedoch auch positiv sehen: Trotz einer wahrlich nicht berauschenden Vorstellung fahren die Gastgeber am Ende einen 3:1-Erfolg ein und verteidigen damit den dritten Tabellenplatz, der nach aktuellem Stand zur Teilnahme an der Relegation berechtigen würde. Denn der Zweite SV Pullach hat wie berichtet am Donnerstag erklärt, dass er keine Lizenz für die Regionalliga beantragen wird. Für den SVH war dies die zweite gute Nachricht nach dem 2:0 im Nachholspiel tags zuvor gegen Vilzing. Nun also folgt Erfolgsmeldung Nummer drei – die Krönung einer gelungenen Woche für Heimstetten.

„Ich bin mit unserer Leistung heute nicht zufrieden“, bilanziert Baumgärtner nach dem Schlusspfiff. „Aber letztlich zählen nur die drei Punkte. Es war ein Pflichtsieg.“ Der dem SVH freilich mehr Mühe kostet als gedacht – und das, obwohl es für die Gastgeber prima losgeht: Schon nach zwölf Minuten taucht Orhan Akkurt frei vor Tor auf. Seinen Schuss kann Keeper Kevin Pradl zwar noch parieren, doch von dessen Faust prallt der Ball an den Kopf von Janis Hoffmann und zurück ins Tor – das 1:0, ein Eigentor.

Die Führung sollte Heimstetten Auftrieb geben – könnte man meinen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: „Wir waren in der ersten Hälfte zu pomadig“, moniert Baumgärtner, „und die zweite Hälfte war nur geringfügig besser“. Auf der anderen Seite vergeben die Gäste mehrere gute Chancen auf den Ausgleich, ehe Sebastiano Nappo per Freistoß in der 78. Minute das 2:0 erzielt (siehe Kasten).

Nun scheint die Sache gelaufen, doch am Ende muss Heimstetten doch noch zittern, weil SVH-Torwart Marijan Krasnic einen Stürmer von den Beinen holt und Wolfratshausen den fälligen Elfer versenkt – im zweiten Anlauf. Den ersten Versuch von Lech Kasperek kann Krasnic noch parieren. Doch weil er die Torlinie zu früh verlassen hat, lässt der Schiedsrichter den Strafstoß wiederholen, worauf Jona Lehr vom Punkt aus einnetzt. Nun wankt der SVH – doch er fällt nicht. Vielmehr fährt Heimstetten in der Nachspielzeit einen Konter über Clemens Kubina, der mustergültig auf Akkurt ablegt, sodass dieser mühelos zum 3:1-Endstand einschießen kann.

SV Heimstetten – BCF Wolfratshausen 3:1 (1:0)

SVH: Krasnic, Paul, Müller (46. Schäffer), Steppan, Hintermaier, De La Motte, Steimel, Riglewski (90. Kubina), Duhnke (78. D. Schmitt), Nappo, Akkurt.

Tore: 1:0 Hoffmann (13.; Eigentor), 2:0 Nappo (78.), 2:1 Lehr (88.; Foulelfmeter), 3:1 Akkurt (90.+3).

Schiedsrichter: Polat Sen (Perwang/Österreich). Zuschauer: 300.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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