Ein Absteiger auf Talfahrt

Heimstetten hofft gegen Sonthofen auf Wende

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In den letzten Wochen lief beim SV Heimstetten nicht alles rund. Gelingt gegen Sonthofen die Wende?

SV Heimstetten - Heiko Baumgärtner hasst Niederlagen, das sagt er selbst bei jeder Gelegenheit. Das ganze geht sogar so weit, dass der Trainer des SV Heimstetten nach verlorenen Spielen oft einige Minuten für sich allein braucht, ehe er wieder ansprechbar ist.

Von daher ist das vergangene Wochenende für das Gemüt des 33-jährigen Fußballlehrers nicht unbedingt zuträglich gewesen. Denn erst musste Heiko Baumgärtner als Aushilfs-Coach am Samstag mit ansehen, wie die Reserve des SVH in Freilassing mit 0:5 abgewatscht wurde. Und dann folgte am Sonntag gleich der nächste Magenschwinger: Nach einer 2:0-Pausenführung verlor seine Bayernligaelf noch mit 2:3 beim FC Pipinsried. „Wenn du auswärts mit zwei Toren vorne liegst, darfst du nie und nimmer noch so verlieren“, zürnte Manager Michael Matejka nach dem Abpfiff.

Die Pleite in Pipinsried war das i-Tüpfelchen auf dem Wort Krise, die in Heimstetten nicht mehr wegzureden ist. Am siebten Spieltag thronte der Absteiger noch auf Tabellenplatz eins; doch nach nur vier Punkten aus sieben Spielen ist der SVH inzwischen auf Rang sechs abgerutscht – sieben Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Landsberg.

Zugegeben, die vielen Ausfälle haben der Mannschaft zugesetzt – auch im Heimspiel gegen Sonthofen an diesem Samstag um 17 Uhr werden in Clemens Kubina, Dominik Schmitt, Valentin De La Motte, Sebastian Müller, Christoph Schleger und Simon Huber erneut etliche Spieler fehlen; dazu ist Flügelflitzer Memis Ünver weiter angeschlagen. „Aber das lasse ich nicht als Ausrede zählen“, hat Michael Matejka nach dem Pipinsried-Spiel noch mal klargestellt. „Jeder, der bei uns im Kader steht, hat den Anspruch, in der Bayernliga zu spielen. Doch vielleicht muss sich der eine oder andere mal hinterfragen.“

Für Heiko Baumgärtner ist die derzeitige Talfahrt die erste Krise seit seinem Wechsel nach Heimstetten vor einem Jahr. Als Reserve-Coach schaffte er in der vergangenen Saison einen starken fünften Tabellenplatz, worauf er zur neuen Spielzeit zum Chef der Bayernligaelf befördert wurde. „Ich bin ein junger Trainer. So eine Durststrecke habe ich in meiner Karriere noch überhaupt nicht erlebt“, sagt Baumgärtner, der zuvor in Grasbrunn und Ottobrunn an der Seitenlinie stand. „Das ist auch für mich eine ungewohnten und schwierige Situation.“

Mit Blick auf die Partie gegen Sonthofen warnt der Coach vor einem „absoluten Spitzenteam in dieser Liga“ – schließlich rangieren die Allgäuer auf Tabellenrang drei und haben zuletzt zwei Siege geholt. Dennoch betont Heiko Baumgärtner: „Wir sollten da drei Punkte holen, damit wir den Anschluss nach vorne nicht vollends verlieren.“

Voraussichtliche Aufstellung: Krasnic, Paul, Lüders, Steppan, Sträußl, Steimel, Nappo, Riglewski, Sütlü, Duhnke, Akkurt

Quelle: fussball-vorort.de

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