Heimstetten kann doch noch gewinnen

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Clemens Kubina verwandelte in der Nachspielzeit einen Elfmeter zum 3:2-Endstand.

SV Heimstetten - Durch ein Elfmetertor in der 94. Minute gewinnt der SV Heimstetten gegen Illertissen und beendet seine Serie von zwölf sieglosen Spielen. Weil jedoch auch die Rivalen im Tabellenkeller punkten, bleibt der Regionalligist auf dem Relegationsplatz.

Was von diesem Regionalligaspiel des SV Heimstetten gegen den FV Illertissen zuvorderst in Erinnerung bleibt, ist natürlich der Schlusspunkt. Die 94. Minute. Der Elfmeter. Den Clemens Kubina so scheußlich lässig versenkt, als sei dies nur eine Trainingsspielchen. Und nicht etwa Überlebenskampf.

Doch bei all dem Jubel über den Strafstoß sollte man eine Szene nicht vergessen, die sich eine Viertelstunde zuvor abspielt. Da nämlich lassen die Gäste für einen Moment ihre außerordentliche Klasse aufblitzen, die sie sonst über weite Strecken dieser Partie geschickt kaschieren. Mit einem blitzgescheiten Pass hebelt Illertissen die komplette Heimstettner Abwehr aus, sodass Ardian Morina plötzlich so frei vor dem Kasten auftaucht, als stünde er unter Quarantäne. Mit der Pike will er den Ball ins Eck spitzeln – es wäre das 2:3 aus SVH-Sicht, der endgültige K.o., die düstre Serie von zwölf sieglosen Spielen würde sich um eine weitere Partie verlängern.

Doch da biegt sich Heimstettens Torwart so rasant und geschmeidig nach unten, als sei sein Körper aus Knete. Mit der rechten Hand bekommt er das Spielgerät soeben noch zu fassen und verhindert so den drohenden Rückstand. Diese artistische Parade würde jedem 20-Jährigen zu Ehre gereichen, doch hier zeigt sie ein Schlussmann, der exakt doppelt so alt ist – Igor Pintar.

Der 40-Jährige steht erneut für den verletzten Marijan Krasnic zwischen den Pfosten, und es ist die einzige Szene, in der er ernsthaft geprüft wird. Doch dank seines katzenhaften Reflexes hält Pintar den SVH im Spiel, sodass seine Elf später eine Nachspielzeit auf den Rasen zaubern kann, von der sie in Heimstetten noch lange reden werden.

Doch zunächst zu den 90 Minuten zuvor. Da präsentieren sich die Platzherren eine Hälfte lang bemüht, aber recht einfallslos. Auf der anderen Seite nutzt Illertissen eine von zwei Großchancen zum 0:1. Nach der Pause zeigt der SVH 20 Minuten lang einen Angriffswirbel, wie man ihn im Sportpark selten gesehen hat. Der Lohn: der Ausgleich von Memis Ünver (51.) und das 2:1 durch den nimmermüden Rackerer Sebastian Paul.

Dennoch scheint das Kellerkind den Sieg erneut aus der Hand zu geben, weil Andreas Spann nach einer umstrittenen Szene zum 2:2 ausgleicht (72.). „Ein irreguläres Tor“, ärgert sich SVH-Trainer Vitomir Moskovic. „Das war vorher ein klares Foul.“ Ähnlich erbost dürften jedoch auch die Gäste mit Blick auf die nächste strittige Situation klingen, die in der 94. Minute zum Elfmeter führt (siehe unten).

Allein Kubina stört das wenig. Er schnappt sich die Kugel, schickt den Keeper ins falsche Eck und besiegelt so den Last-Minute-Sieg. „Endlich haben wir uns für eine starke Leistung belohnt“, lobt Moskovic. In der Tabelle freilich verharrt seine Elf auf der Stelle, weil auch die Rivalen siegen. Dennoch findet der Coach: „Dieses Ergebnis haben wir dringend gebraucht.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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