Heimstetten kassiert 0:6-Klatsche zum Auftakt

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Am Boden: Die Mannen aus Heimstetten kassierten zum Saisonauftakt eine böse Klatsche.

SV Heimstetten - Zwei Platzverweise und ein halbes Dutzend Gegentore: So haben sich die Fußballer des SV Heimstetten ihren Start in die Regionalligasaison sicher nicht vorgestellt. Vor 1650 Zuschauern setzte es gegen einen starken FC Bayern München II eine 0:6-Klatsche.

36 Partien absolviert jeder Verein in dieser Regionalligasaison – oder 3240 Spielminuten. Doch bereits nach den ersten 41 Umdrehungen des Sekundenzeigers tun die Fans des FC Bayern München II im Duell beim SV Heimstetten lautstark kund: „Nie mehr Bayernliga, nie mehr!“

Mit dieser Meinung sind die Schlachtenbummler nicht allein: Unter dem neuen Trainer Erik ten Hag gilt die Bayern-Reserve als vorderster Anwärter auf die Meisterschaft – und diesen Anspruch hat sie zum Auftakt in Heimstetten eindrucksvoll untermauert. So kommt der SVH vor der beeindruckenden Kulisse von 1650 Zuschauern mit 0:6 unter die Räder. „Das klingt schlimmer als es war, denn ohne die beiden Roten Karten wäre die Niederlage nicht so hoch ausgefallen“, beschwichtigt Heimstettens Trainer Rainer Elfinger mit Verweis auf jene farbenfrohe 58. Minute. Doch auch der Coach weiß: „Das Spiel heute hätten wir so oder so verloren. Bayern war um zwei, drei Tore besser.“

Tatsächlich übernehmen die Gäste vom Start weg die Kontrolle und glänzen mit blitzschnellen Passstafetten. Eine davon führt bereits nach vier Minuten zum Erfolg: Zunächst kann SVH-Torwart Patrick Lehner einen Kopfball noch parieren, doch gegen den Nachschuss von Bastian Fischer ist er chancenlos – 0:1. In der Folge lassen Fischer und Tobias Schweinsteiger beste Chancen aus, ehe die Gastgeber erstmals gefährlich vors Tor kommen: Nach einem Freistoß von Christoph Schmitt visiert Valentin De la Motte per Kopf das lange Eck an. Aber dorthin segelt auch FCB-Keeper Leopold Zingerle und lenkt die Kugel um den Pfosten. „Normal muss es zur Halbzeit 1:3 stehen – wir waren also noch gut bedient“, bilanziert Elfinger.

Doch nach dem Wechsel nimmt das Schicksal seinen Lauf: Erst erhöht wieder Fischer auf 0:2, ehe kurz darauf Sebastian Kneißl seinen Gegenspieler an der Mittellinie umsenst. Ohne zu zögern zieht der nicht immer souveräne Schiedsrichter Thomas Färber Rot – und kurz darauf Gelb-Rot gegen Gianluca Simari, der sich nachdrücklich über die Entscheidung beschwert. „Die Platzverweise waren der Todesstoß“, sagt Elfinger. „Danach war die Partie gelaufen.“

Denn mit zwei Akteuren mehr auf dem Rasen nehmen die Bayern den SVH so geschickt auseinander wie ein geübter Uhrmacher das Räderwerk einer Armbanduhr. Erst ein öffnender Pass auf den Flügel, dann eine scharfe Hereingabe, und kurz darauf zappelt der Ball im Netz: Nach diesem Muster machen Oliver Markoutz (65.), Fischer zum Dritten (70.), Nikola Jelisic (76.) und Vladimir Rankovic (86.) aus einer Niederlage ein Debakel. „Wenn man sich das Ergebnis ansieht, klingt das natürlich bitter“, räumt Elfinger ein, dessen Elf bereits morgen den TSV Rain empfängt. „Jetzt geht es darum, die Jungs bis dahin wieder hinzukriegen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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