Heimstetten-Keeper mit Heldentaten

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Gutes Augenmaß: Patrick Lehner

Heimstetten – Durch eine Bärenstarke Leistung des SVH-Torhüters holt Heimstetten zumindest einen Punkt gegen Buchbach. Die Trainer beider Mannschaften schieben die Verantwortung für den Punktverlust auf den Schiedsrichter

Die Stimmung auf den Rängen während der Bayernliga-Partie zwischen dem SV Heimstetten und dem TSV Buchbach (1:1) war aggressiv. Spieler wurden bei jedem Foul als Mimosen beleidigt, dazu wurde so gut wie in jeder strittigen Szene versucht, Einfluss auf den Unparteiischen zu nehmen. Hexenkessel- Atmosphäre, Oberbayern- Derby, Kellerduell – vielleicht ist es den beiden Trainern sogar nachzusehen, dass sie das Schiedsrichtergespann in vielen Szenen für die Punkteteilung verantwortlich machen wollten.

SVH-Coach Claus Schromm vermisste – deutlich zu vernehmen – vor der Pause vor allem die hochschnellende Abseits-Fahne des Assistenten, als die Buchbacher sich anschickten, sein Team zu überrollen. Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter monierte ebenfalls fleißig mit. Anstatt sich glücklich zu schätzen, als Felix Hoffmann auf Strafstoß für seine Elf entschied – Steven Toy hatte Thomas Breu zu Fall gebracht – brüllte er nur: „Das vorhin war auch schon einer.“

Vereinsboss Ewald Matejka konnte sich eine spitze Andeutung auf die vermeintlich schlechte Leistung des Schiri- Gespanns nicht verkneifen, während er die Pressekonferenz leitete. Konkret wurde er nicht, und das ist auch besser so. Was konnte der Schiedsrichter denn in aller Welt dafür, dass Bobenstetters Stürmer nicht fähig waren, aus besten Chancen einen sicheren 3:0-Vorsprung herauszuschießen? Und in welcher Form trug er die Schuld daran, dass sich Schromms Equipe erlaubte, mitten im Abstiegskampf fast eine komplette erste Hälfte zu verschlafen? Zum Glück hatten sich die Emotionen zur Konferenz bereits gelegt. Die Analysen waren klar und schonungslos, weil natürlich für beide Teams ein Zähler zu wenig ist.

"Heimstettens Keeper hat sensationell pariert"

Und Bobenstetter sagte sogar, wer denn tatsächlich für das Unentschieden hauptverantwortlich war: „Die Chance von Thomas Breu in der zweiten Halbzeit hat Heimstettens Keeper sensationell pariert.“ Es war nicht die einzige Heldentat von Patrick Lehner an diesem Tag. Fast ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen machte er zunichte, war immer anspielbar, erkannte in der zweiten Hälfte Buchbacher Steilpässe früh und unterband sie durch gut getimtes Herauslaufen. Bobenstetters Hinweis brachte auch Ewald Matejka offenbar auf den Trichter: „Ja“, sinnierte er, „wir haben da einen starken Keeper im Kasten“.

Emotionen hin oder her. Der Schiedsrichter steht nicht zuletzt in Heimstetten zu häufig im Mittelpunkt der Kritik. Neutrale Analysen sind übrigens auch im Eifer des Gefechts möglich. Ein Fan unbekannter Herkunft stellte Mitte der zweiten Schicht jedenfalls anerkennend fest: „Endlich mal ein Keeper, der richtig gut mitspielt.“

von Matthias Vogel

Quelle: fussball-vorort.de

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