Heimstetten landet wichtigen Sieg beim SVS

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Danijel Majdancevic sorgte für die Führung des SVH.

SV Heimstetten - Nach dem 2:1-Sieg beim SV Seligenporten hat der abstiegsbedrohte SV Heimstetten den Relegationsplatz schon mal sicher. Zudem steigen damit auch die Chancen des Regionalligisten auf den direkten Klassenerhalt merklich.

Leider wird man nie erfahren, wie die letzte Viertelstunde im Regionalligaspiel des SV Heimstetten beim SV Seligenporten verlaufen wäre, wenn dieses Kellerduell drei Wochen früher stattgefunden hätte. Damals blickte der SVH auf elf sieglose Partien am Stück zurück; der völlig verunsicherte Tabellenvorletzte schien geradewegs in Richtung Bayernliga zu torkeln; sogar die treuen Fans der „Hoaschdenger Buam“ drehten ihren Lieblingen den Rücken zu, „weil wir in den letzten Spielen nicht den Eindruck hatten, dass die Jungs sich voll reinhängen“, wie einer erklärte.

Kurzum: Das Selbstvertrauen der Elf war in jenen Tagen so dürftig wie die Finanzreserven Griechenlands. „Damals hätten wir so ein Spiel verloren“, glaubt Heimstettens Manager Michael Matejka. Denn in den letzten 15 Minuten hat der Tabellenletzte aus Seligenporten beim Stand von 1:1 gleich noch drei dicke Chancen.

Doch der SV Heimstetten von vor drei Wochen ist mit dem heutigen SVH nicht vergleichbar. Denn dazwischen liegen zwei Remis und ein Last-Minute-Sieg, was sich aufs Heimstettner Selbstvertrauen so auswirkte, wie es – um im Bild zu bleiben – ein Schuldenschnitt auf die griechische Staatskasse täte. Und weil Fußball eben doch Kopfsache ist, übersteht der SVH diesmal alle drei brenzligen Situationen und trifft fünf Minuten vor Schluss zum 2:1-Endstand.

„Alles in allem ein verdienter Sieg“, findet Matejka – ein nicht ganz unstrittiges Urteil. Völlig unbestritten ist indes der Fakt, dass es ein ungemein wertvoller Sieg ist. Denn da Garching und Bamberg verlieren, kann der SVH erstens nicht mehr auf einen direkten Abstiegsrang rutschen und klettert zweitens auf den vorderen Relegationsplatz. Stand jetzt würde dies zum Klassenerhalt reichen, denn in der 2. Liga bleibt der TSV 1860 München trotz seines Sieges Vorletzter. Und würden die Löwen absteigen, dann müsste ihre Reserve die Regionalliga verlassen, und der 15. Rang wäre plötzlich ein Nichtabstiegsplatz.

Doch zurück zur Partie in Seligenporten. Dort ist der SVH im ersten Durchgang das bessere zweier nicht allzu mutiger Teams. Der Lohn: Kurz vor der Pause drückt Danijel Majdancevic einen Abpraller zum 1:0 über die Linie. In Durchgang zwei müssen die Gäste verletzungsbedingt umstellen: Dominik Schmitt ersetzt Nils Ehret, weshalb Sebastian Paul in die Innenverteidigung rückt. Dort unterschätzt das SVH-Urgestein kurz nach Wiederanpfiff einen Freistoß, sodass die Kugel zu Denny Herzig gelangt, der trocken zum 1:1 einnetzt.

„Das war für Seligenporten der Hallo-Wach-Effekt“, sagt Matejka. Nun drücken die Platzherren aufs zweite Tor und haben zwischen der 77. und 82. Minute die drei angesprochenen Chancen. Doch erst rettet der Pfosten, dann zielt der Stürmer zu ungenau, und schließlich pariert Torwart-Oldie Igor Pintar glänzend. Auf der anderen Seite lenkt Seligenportens Keeper fünf Minuten vor Schluss einen Freistoß-Hammer von Sebastiano Nappo an die Latte. Von dort springt die Kugel zu Andreas Neumeyer, der aus fünf Metern zum 2:1 abstaubt. Dazu Matejka trocken: „Für so was gibt’s Torjäger.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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