Ex-Nationalspieler als Mann des Tages

Heimstetten müht sich zu 2:1-Sieg gegen Kellerkind

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Packt die Grätsche aus: Niklas Hauner (l.) springt dem Heimstettner Lukas Riglewski vor die Füße.

SV Heimstetten – Der SV Heimstetten quält sich zu einem 2:1 über das Bayernliga-Kellerkind SpVgg Ruhmannsfelden. Die Tore besorgt wieder mal Orhan Akkurt, Mann des Tages ist aber ein anderer: ein Neuzugang und Ex-Nationalspieler.

Man darf solche Kleinigkeiten ja nicht überinterpretieren, aber interessant ist es schon, was da im Kassenhäuschen des SV Heimstetten vor der Partie gegen die SpVgg Ruhmannsfelden feilgeboten wird. Zum Schnäppchenpreis von fünf Euro gibt es dort Fan-Schals aus der vergangenen Saison, die freilich noch den Schriftzug „Regionalliga“ tragen.

Dass diese Devotionalien nun sozusagen verramscht werden, könnte den Eindruck erwecken, der SVH habe endgültig mit einer Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse abgeschlossen. Schließlich gab’s vor dem Duell gegen den Aufsteiger nur acht Punkte aus elf Spielen, wodurch der Regionalliga-Absteiger vom ersten auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht ist.

Immerhin: Im Duell mit dem abgeschlagenen Tabellenletzten holt der SVH wieder mal einen Sieg – wenngleich die Gastgeber beim 2:1 nicht eben so auftreten, dass man beim nächsten Heimspiel einen Ansturm auf die Fan-Schals befürchten muss. „Die Mannschaft hat viel von dem umgesetzt, was ich verlangt habe“, gibt sich Interims-Chef Borislav Vujanovic hinterher dennoch zufrieden. Für den etatmäßigen Co-Trainer ist es der erste Erfolg, seitdem er Chefcoach Heiko Baumgärtner vertritt, der beruflich bis Dezember in den USA weilt.

Dabei muss Vujanovic vor höchstens 200 Zuschauern bis zum Schluss zittern – nicht nur wegen den frostigen Temperaturen, sondern auch, weil seine Elf gegen einen erschreckend harmlosen Gegner die vorzeitige Entscheidung verpasst. Dabei beginnt alles nach Plan: Schon nach drei Minuten hat Manuel Duhnke frei vor dem Tor die dicke Chance zur Führung. Doch wie so oft in dieser Saison kann der Ex-Würzburger die Kugel nicht im Gehäuse unterbringen. Auf der anderen Seite muss Marijan Krasnic im ersten Durchgang nur einmal eingreifen: Nach einem Stellungsfehler von Sebastian Paul pariert der Torwart glänzend gegen Michael Scheßl. Ansonsten plätschert die Partie bis zur Pause müde vor sich hin – einmal abgesehen von den beiden Treffern. Das 1:0 ist ein feiner Spielzug, den Orhan Akkurt aus kurzer Distanz abschließt, das 1:1 ein Abstaubertor, bei dem die Heimstettner Abwehr ein kollektives Nickerchen hält.

Im zweiten Durchgang spielen dann nur noch die Gastgeber, die sich einige gute Möglichkeiten erarbeiten – vor allem dank Volkan Yaman. Der Ex-Profi und frühere türkische Nationalspieler zeigt bei seinem Debüt eine starke Leistung und leitet die meisten SVH-Chancen ein – als Außenverteidiger. Folgerichtig ist es eine Yaman-Flanke, die in der 65. Minute punktgenau zu Akkurt segelt, der sie per Flugkopfball ins Netz setzt. Sein 2:1 ist zugleich der Endstand, weil erstens der SVH mehrere Chancen aufs dritte Tor verpasst. Und weil zweitens die Gäste auch nach dem Rückstand kaum einmal gefährlich vors Tor kommen.

Quelle: fussball-vorort.de

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