Heimstetten muss Favoritenrolle annehmen

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Weißes Ballett, aber nur ausnahmsweise: Inzwischen schmückt die Brust der Heimstettner Fußballer (Sebastiano Nappo) wieder ein Sponsorenaufdruck.

SV Heimstetten - Sebastian Schröter hat es dann doch noch gesagt: „Da kommt unser weißes Ballett“, scherzte der Pressesprecher des SV Heimstetten, als die Bayernliga-Fußballer vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Hankofen-Hailing am Mittwoch zum Rasen trabten.

In Richtung Reporter fügte Schröter lachend hinzu: „Schreib das ja nicht! Da will ich erst mal abwarten, wie das Spiel läuft.“ 90 Minuten und ein 4:0 später hatte der Absteiger die letzten Zweifel – nicht nur beim Pressesprecher – beseitigt. Vor allem in der ersten Hälfte kombinierten die SVH-Kicker so blitzschnell und ballsicher, das man sich mitunter tatsächlich bei Schwanensee wähnte. Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel thront Heimstetten vor dem Auftritt beim SV Kirchanschöring an der Tabellenspitze (Samstag, 14 Uhr). Und auch, wenn Trainer Heiko Baumgärtner dies nur als „Momentaufnahme“ bezeichnet, weiß er selbst nur zu gut: Ab sofort ist sein SVH der Gejagte.

Die weißen Trikots ohne Schriftzug werden die Fans im Heimstettner Sportpark übrigens so schnell nicht wiedersehen. Denn sie waren nur eine Notlösung, da die Hemden mit dem Namen des neuen Trikotsponsors nicht rechtzeitig fertig wurden. Nach drei Jahren hat eine Brauerei die bisherige Firma abgelöst; die Trikotfarben bleiben jedoch die alten: Weinrot zuhause, Weiß in der Fremde.

Während der SVH in den unbeschrifteten Hemden einen perfekten Start hingelegt hat, ist der Gegner aus Kirchanschöring noch nicht in der neuen Liga angekommen. In den ersten beiden Partien verlor der Aufsteiger mit 1:2 in Sonthofen und mit 2:4 gegen 1860 Rosenheim, wobei der Ex-Heimstettner Danijel Majdancevic gleich dreimal traf.

Derweil stammen die sechs SVH-Tore von sechs verschiedenen Spielern – ein Zeichen für die Ausgeglichenheit im Kader. Vor allem die Neuen haben bislang überzeugt: Özgür Sütlü war am Mittwoch nicht nur wegen seines Treffers der beste Mann auf dem Feld. Und beim 2:0-Auftaktsieg in Ruhmannsfelden trugen sich in Orhan Akkurt und Lukas Riglewski gleich zwei Zugänge in die Torschützenliste ein. Letzterer könnte am Samstag in die Startelf zurückkehren, nachdem er am Mittwoch wegen Oberschenkelproblemen ausgesetzt hat. Weniger gut sieht es bei Daniel Steimel aus, der sich wahrscheinlich einen Muskelfaserriss zugezogen hat.

Dessen ungeachtet geht Heimstetten als großer Favorit in die Partie – „und diese Rolle müssen wir annehmen“, betont Michael Matejka. Wenngleich der Manager warnt: „Es gibt keinen Grund zur Überheblichkeit.“ Und vom weißen Ballett wollen sie beim SVH gar nicht erst anfangen – auch, wenn sie am Samstag erneut weiße Auswärtstrikots tragen werden.

Voraussichtliche Aufstellung: Aigner, Lüders, Paul, Kubina, Hintermaier, De La Motte, Nappo, D. Schmitt, Riglewski, Duhnke, Akkurt

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Quelle: fussball-vorort.de

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