SV Heimstetten muss noch hart am neuen System arbeiten

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Klassenerhalt: Aufsteiger Heimstetten will sich erst einmal in der Liga akklimatisieren.

Heimstetten - Der SV Heimstetten ist zurück auf der Bühne Bayernliga. Drei Hochkaräter hat der Aufsteiger zu Saisonbeginn vor der Brust, und das innerhalb einer Woche.

Kader SV Heimstetten

Tor: Patrick Lehner, Justin Ammar.

Abwehr: Roman Langer, Dominik Putzke, Alexander Schmalhofer, Nico Grabl, Alexander Wich, Sebastian Paul, Rafael Mayer.

Mittelfeld: Christoph Schmitt, Sascha Memisevic, Christopher Oretan, Dominik Schmitt, Memis Ünver, Zack Kaiser ,Arthur Kubica, Marco Malenoff, Maximilian Baitz, Ali Kartal, Steven Toy, Quirin Moll.

Angriff: Ibrahim Aydemir, Phillip Weil, Junis Ibrahim, Frederik Priewasser.

Trainer: Claus Schromm (für Vitomir Moskovic). Co-Trainer: Peter Faber, Torwart-Trainer: Siegfried Harreiner

Zugänge: Aydemir (SV Pullach), Langer (U23 TSV 1860 München), Quirin Moll (U19 SpVgg Greuther Fürth), Baitz (SV Dornach), Kubica (SV Pullach), Malenoff (SC Fürstenfeldbruck), Ünver (TSV Großhadern), Ammar (eigene U23), Ibrahim (SC Amicitia), Priewasser, Kaiser (eigene U19).

Abgänge: Marco Maric (Ziel unbekannt), Filip Vidovic (FC Unterföhring), Till Pöpperling (SE Freising), Christoph Schleger (SpVgg Altenerding), Vitus Hörterer (TSV Großhelfendorf), und Maximilian Kirmeyer (Kirchheimer SC).

Saisonziel: Klassenerhalt.

Claus Schromm müht sich ab. Er strampelt auf dem heimischen Ergometer. Deshalb ist der Puls etwas höher als normal. Klar, es geht endlich los, und der Trainer des Bayernligaaufsteigers SV Heimstetten wäre kein würdiger Vertreter seiner Zunft, wenn er auf die Partie gegen die Hachinger Reserve nicht heiß wäre. Dennoch wirkt er gelassen, was angesichts der Gegner, denen er sich in der englischen Woche gleich zu Beginn der neuen Spielzeit mit seinem SVH stellen muss, erstaunlich ist. Unterhachings Fußballer schlossen die vergangene Saison mit dem dritten Platz.
Am kommenden Mittwoch geht es zum TSV 1860 Rosenheim, ein Team, das heuer als Favorit gehandelt wird. Und am Samstag, 31. Juli, gibt in der SpVgg Bayreuth nicht gerade Laufkundschaft die Visitenkarte im Heimstettener Sportpark ab. „Sicher brauchen wir irgendwann Punkte“, sagt Claus Schromm. Er gibt seiner Elf aber noch Zeit, um sie einzufahren. „Primär geht es jetzt darum, dass wir das, was wir trainieren, im Spiel auch umsetzen.“
Schromm glaubt nämlich herausgefunden zu haben, welche taktische Marschroute für den langfristigen Erfolg des SVH einzuschlagen ist. Um das Spiel selber zu machen, fehlen dem SVH die Mittel, also lautet das Zauberwort Mittelfeldpressing. Konsequent durchgezogen ist das unangenehm für den Gegner, aber eben auch sehr laufintensiv. Und deshalb, sagt Schromm, müsse noch hart an seinem System gearbeitet werden. Ein Aufwärtstrend war in den Testspielen aber schon erkennbar. Gegen Deisenhofen (2:2) hielt der SVH 15 Minuten lang die Ordnung, gegen Eching (5:1) stellten Kraft und Konzentration Schromm immerhin eine halbe Stunde lang zufrieden.

Gegen Unterhaching erwartet Schromm einen heißen Tanz. In Trainer Deutinger habe die Hachinger Reserve einen echten Fuchs auf der Bank sitzen. Und weil Saisonstart ist, glaubt Schromm an einen weiteren Vorteil für die Gäste: Normalerweise sei es nicht ganz einfach, Spieler aus dem zweiten Glied der Profi-Mannschaft zu integrieren. „Aber im ersten Spiel sind einfach alle heiß.“

Im Klartext: Der SVH wird alle Hände voll zu tun haben, um sich der von Drittliga-Spielern aufs Feld geführten Münchner Vorstädter zu erwehren.

Der Plan ist, durch Pressing im Mittelfeld in Ballbesitz zu kommen. Gelingt das, sollen die jungen Heimstettener „strukturiert“ angreifen. Sind sie in Überzahl, soll schnell nach vorne gespielt und der freie Mann auch eingesetzt werden. „Wenn das Spiel eröffnet werden muss, soll der Ball nicht minder schnell ins Zentrum. Dort sind wir technisch sehr gut beschlagen“, sagt Schromm. „Ich hab noch einiges vor mir“, sagt der SVH-Coach. Er meint in diesem Fall seine Trainingseinheit auf dem Ergometer. Die Feststellung würde aber auch auf seine Aufgabe beim SV Heimstetten passen.

von Matthias Vogel

Quelle: fussball-vorort.de

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