Heimstetten: Neue Verletzte im Kader, aber der Blick geht nach vorne

+
Jubelt er endlich wieder? Heiko Baumgärtner.

Heimstetten – Der Krisengipfel tagt wenige Minuten nach dem Abpfiff – noch auf dem Rasen. Nach dem 0:1 gegen den FC Sonthofen versammeln sich Heimstettens Coach Heiko Baumgärtner, sein Assistent Borislav Vujanovic und Torwart- Trainer Igor Pintar im Mittelkreis.

Drei Männer im gleichen roten Polo-Shirt – mit dem gleichen ratlosen Ausdruck im Gesicht. Über was sich das Trio im Detail unterhalten hat, will Baumgärtner hernach nicht verraten. Nur so viel: „Wir haben überlegt, welche Akzente wir jetzt noch setzen können.“

Und: „Wir waren alle der Meinung, dass wir heute viel richtig gemacht haben.“ Doch selbst das reicht dem Bayernligisten zurzeit nicht, um Zählbares einzufahren. Stattdessen ersinnt der Absteiger immer neue Wege, wie er seine Spiele verlieren kann: Mal verspielt der SVH eine 2:0-Führung wie in Pipinsried, mal vergibt er ein halbes Dutzend Hochkaräter wie beim 0:1 gegen Sonthofen. All das führt dazu, dass sich die jüngere Bilanz vor dem Auftritt beim TSV 1860 Rosenheim am Samstag um 14 Uhr grausig liest: In den vergangenen acht Spielen hat Heimstetten nur magere vier Punkte geholt – und das, nachdem der Klub am siebten Spieltag noch an der Tabellenspitze thronte. Trotz der Talfahrt hat Manager Michael Matejka zuletzt nachdrücklich versichert, dass der Trainer „überhaupt nicht“ in Frage stehe.

Zugleich hat er jedoch gemahnt: „Wir sind nur noch fünf Punkte vor dem Relegationsplatz.“ Die Blicke in Heimstetten, sie richten sich also inzwischen nach unten. Zu allem Überfluss kommen Woche für Woche ein bis zwei neue Verletzte dazu. Nachdem sich die Blessur von Dominik Schmitt als doppelter Wirbelbruch herausgestellt hat – der Kapitän wird heuer wohl nicht mehr auflaufen – erwischte es gegen Sonthofen Özgür Sütlü (Hüftprellung) und Maximilian Hintermaier (Bänderverletzung). „Aber es bringt ja nichts, wenn wir jammern“, sagt Baumgärtner.

„Wir müssen das jetzt so annehmen.“ Immerhin kann der Coach wieder auf Clemens Kubina zurückgreifen, und auch Christoph Schleger wird am Samstag erstmals im Kader stehen. Den Gegner aus Rosenheim, vier Tabellenplätze und drei Punkte vor dem SVH, beschreibt der Trainer als „junge, spielerisch starke Mannschaft – vor allem in der Offensive“. Dort findet sich in Danijel Majdancevic ein alter Bekannter: Der 26-Jährige hat vorige Saison noch in Heimstetten gespielt, ehe er nach Rosenheim zurückgekehrt ist. Für seinen neuen Klub hat Majdancevic bereits fünf Saisontreffer markiert.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran
Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran
VfR kommt vor dem Derby auf dem Zahnfleisch daher
VfR kommt vor dem Derby auf dem Zahnfleisch daher
Faber lässt sich vor Derby nicht in die Karten schauen
Faber lässt sich vor Derby nicht in die Karten schauen
Nicu verstärkt gebeutelte SpVgg gegen Münster
Nicu verstärkt gebeutelte SpVgg gegen Münster

Kommentare