Jetzt Aufstiegsfavorit

Heimstetten setzt drei Ausrufezeichen in Pullach

Turbo gezündet: Lukas Riglewski (weiß) und die Heimstettner fertigen auch Meister Pullach 3:0 ab. Foto: Robert Brouczek

Schon seit Wochen rollt der SV Heimstetten in der Bayernliga Süd alles platt, was sich ihm in den Weg stellt. Nachdem nun auch der Meister Pullach mit 3:0 abgefertigt wurde, ist der SVH endgültig Top-Favorit auf den Aufstieg.

Die Spieler des SV Pullach waren längst mit hängenden Köpfen in die Kabine getrottet, da schrie sich Maximilian Hintermaier im hintersten Eck des Sportplatzes an der Gistlstraße die Seele aus dem Leib. Der Außenverteidiger des SV Heimstetten stand mit knapp ein Dutzend mitgereister Fans an der Bande und stimmte nun – Aug in Aug mit seinen Mitspielern auf dem Rasen – den inzwischen fast zur Gewohnheit gewordenen Siegesgesang an.

Diesmal jedoch verpackte er in sein „Humba Täterä“ zugleich die Quintessenz dieses Auftritts beim SV Pullach, der sich erst drei Tage zuvor an selber Stelle durch ein 0:0 gegen Rain die Herbstmeisterschaft geholt hatte. Nachdem Hintermaier erst lautstark die Buchstaben H, U, M, B und A eingefordert hatte, röhrte er seinen Kollegen im Weiteren entgegen: „Gebt mir ein Spitzenreiter!“ Und dann dreimal hintereinander: „Gebt mir ein Ausrufezeichen!“

Genau dies hatte der SVH freilich zuvor schon auf dem Platz getan. Ausrufezeichen Nummer eins war das 3:0 beim amtierenden Meister, „der die Liga in den vergangenen Jahren dominiert hat“, wie Trainer Christoph Schmitt hinterher unterstrich. Das zweite Ausrufezeichen betrifft die Serie seiner Elf: Unglaubliche elf Spiele am Stück hat Heimstetten nun schon nicht mehr verloren – und dabei 36 Tore erzielt. Und schließlich das dritte und wichtigste Ausrufezeichen: Nach dem Erfolg in Pullach steht der SVH nunmehr ganz oben in der Tabelle und ist spätestens jetzt vorderster Aspirant, was das Ticket für die Regionalliga angeht.

Wobei in Pullach zunächst mal beide Teams eine Halbzeit auf den Rasen legten, als spielten sie bereits in der vierthöchsten Klasse. „Ein Spitzenspiel mit hoher Qualität“ habe er gesehen, lobte Schmitt. Und sein Pendant auf SVP-Seite, Frank Schmöller, bekräftigte: „In der ersten Halbzeit war es ein hervorragendes Amateurspiel.“ Allein die Tore fehlten – obgleich es zur Pause auch 2:2 hätten stehen können. Doch auf der einen Seite vergab Orhan Akkurt zwei gute Chancen für Heimstetten, dazu verstolperte Sebastiano Nappo drei Meter vor dem Tor. Auf der anderen Seite zimmerte Pullachs Daniel Leugner das Leder einmal an den Pfosten und einmal knapp am selbigem vorbei.

Fünf Minuten nach dem Wechsel folgte dann die spielentscheidende Szene: Pullachs Alexander Benede vertändelte das Leder am Mittelkreis, und prompt zündete der Turbo im SVH-Angriffsspiel: Über Daniel Steimel und Nappo kam die Kugel zu Akkurt, der gegen seinen Ex-Kollegen Marijan Krasnic im zweiten Versuch zum 1:0 einnetzte. Der Rest der Partie ist schnell erzählt: Pullach musste nun aufmachen, und das bestrafte der SVH mit zwei sehenswerten Kontertoren. Das 2:0 vollendete Steimel nach prächtiger Vorarbeit von Akkurt und Nappo. Und den 3:0-Schlusspunkt setzte dann Nappo, von Lukas Riglewski bedient.

„Das ist schon ein besonderer Sieg“, räumte Christoph Schmitt ein, der vor allem die Defensive seiner Elf hervorhob: „Der Schlüssel war, dass wir heute hinten super stabil gestanden sein.“

SV Pullach – SV Heimstetten 0:3 SV Pullach: Krasnic, Hutterer, Mooshofer, Jobst, Benede, Roth (85. Reischl), Penic, Zander (46. Dotzler), Dinkelbach, Leugner, Bauer (76. Schuster) - Trainer: SchmöllerSV Heimstetten: Riedmüller, Mömkes, Hintermaier, Wellmann, Nappo (87. Date), Steimel, Schmitt, Beierkuhnlein, Regal, Akkurt, Riglewski - Trainer: SchmittSchiedsrichter: Treiber (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 180Tore: 0:1 Akkurt (50.), 0:2 Steimel (79.), 0:3 Nappo (85.)

Quelle: fussball-vorort.de

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