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Heimstetten: Tiefer im Abstiegsschlamassel denn je

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Befreiungsschlag missglückt: Simon Seferings (l.) und der SV Heimstetten wirken derzeit etwas ratlos.

SV Heimstetten - Im Kellerduell gegen den FC Schweinfurt zeigt der SV Heimstetten eine desolate Leistung und verliert mit 0:3. Statt des erhofften Befreiungsschlags steckt der Regionalligist nun tiefer im Abstiegsschlamassel denn je.

Mitte der zweiten Hälfte scheinen sogar die treuesten Seelen im Heimstettner Sportpark genug zu haben. 75 Minuten lang haben die „Hoaschdenger Buam“ ihren SVH nach vorne gebrüllt und dabei die maue Vorstellung der Regionalligakicker ebenso ignoriert wie das nicht minder furchtbare Aprilwetter. Jetzt aber, beim Stand von 0:2 für den FC Schweinfurt, dreht sich der 20-köpfige Fanclub geschlossen um und zeigt dem Spielfeld den kalten Rücken.

Man kennt dies aus anderen Stadien; dort gilt das Abwenden vom Geschehen als schärfste Form des Protests. Nicht so in Heimstetten: Hier ist die halbe Drehung offenbar Teil einer Choreografie, denn schon im nächsten Moment stimmen die „Hoaschdenger Buam“ einen ihrer liebsten Schlachtgesänge an: „Hoaschdeng ist der geilste Club der Welt!“ Und ein Blick in die jungen Gesichter der Fans zeigt: In diesem Satz schwingt kein bisschen Sarkasmus mit. Dabei hätten die SVH-Anhänger allen Grund dazu. Denn ihre Mannschaft zeigt ausgerechnet im Kellerduell gegen Schweinfurt eine der schwächsten Vorstellungen in dieser Saison.

Am Ende steht eine 0:3-Niederlage, mit der Heimstetten fast noch gut bedient ist. „Das ist zu wenig, um in dieser Liga zu bleiben“, bekennt Manager Michael Matejka, teils erbost, teils enttäuscht, teils erstaunt. „Wir haben in der ganzen Partie zweimal aufs Tor geschossen. Gerade die erste Halbzeit war mit das Schlechteste, was ich seit langem gesehen habe.“ Dabei hatte der SVH am vorigen Wochenende in Buchbach noch eine starke Vorstellung abgeliefert und dem Favoriten beim 1:1 einen mehr als verdienten Punkt abgeknöpft. Doch gegen Schweinfurt ist von dieser Form nichts mehr zu sehen: Lethargisch schleichen die Heimstettner über den Platz, verlieren gefühlt 98 Prozent aller Zweikämpfe und bringen selbst einfachste Pässe nicht an den Mann.

Diese geballte Harmlosigkeit scheint anfangs sogar den Gegner zu irritieren, und so dauert es 15 Minuten, ehe Schweinfurt das Spiel in die Hand nimmt. Die dritte dicke Chance landet schließlich im Tor – allerdings nur, weil Sebastian Paul einen Schuss von Kevin Fery unglücklich abfälscht. Kurz vor der Pause erhöht Marino Müller nach einem prima Konter auf 0:2. Nach dem Wechsel wirkt Heimstetten zunächst etwas mutiger. In der einzigen Szene der gesamten Partie, die getrost als SVH-Chance tituliert werden darf, zischt ein Distanzschuss von Manuel Duhnke knapp am Pfosten vorbei.

Doch danach stellen die Gastgeber ihre Angriffsbemühungen wieder ein; stattdessen beweist Schweinfurts Simon Häcker auf der anderen Seite, dass man das Spielgerät auch aus zwei Metern neben das leere Tor setzen kann (61.). 20 Minuten später macht er es dann besser: Nach einer Ecke schiebt Häcker zum 0:3 ein und bringt dadurch auch die nimmermüden „Hoaschdenger Buam“ zum Verstummen. „Es stellt sich die Frage, ob alle begriffen haben, um was es geht“, ärgert sich Matejka nach dem Abpfiff. „Das Spiel heute sah nicht danach aus.“

Quelle: fussball-vorort.de

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