SV Heimstetten: Ultimatum für Trainer Elfinger

+
Die Mienen werden nachdenklicher: Nach dem mäßigen Saisonstart wird die Luft für Rainer Elfinger dünn.

SV Heimstetten - Der SVH zählt Rainer Elfinger an. Verliert der Trainer mit seiner Mannschaft das Pokalspiel gegen 1860 Rosenheim, muss er wohl seine Koffer packen.

Eigentlich könnten sie durchatmen beim SV Heimstetten. Ein freies Wochenende ist schließlich eine Seltenheit für einen Regionalligisten. Da die Ligapartie bei Wacker Burghausen bereits am Donnerstag ausgetragen worden war, geht es für Rainer Elfingers Mannschaft erst nächsten Dienstag mit dem Pokalduell bei 1860 Rosenheim weiter.

Diese Begegnung aber ist nun auch ein Endspiel für Elfinger. Sprach Präsident Ewald Matejka doch ein Ultimatum für seinen Übungsleiter aus: „Wenn wir gegen einen Bayernligisten ausscheiden, dann wird der Trainer wohl am Mittwoch nicht mehr das Training leiten!“

In der ersten Runde des Toto-Pokals hatte der Viertligist am vergangenen Montag bei Bayernligist 1865 Dachau zwar nicht begeistern können, sich am Ende aber doch das Weiterkommen gesichert. Nach einem 0:2-Halbzeitrückstand hätte er in der Kabine den Dezibelwert etwas nach oben schrauben müssen, berichtete der 47-jährige Übungsleiter, der für gewöhnlich ein besonnener und ruhiger Vertreter seiner Zunft ist. Auch dank einiger Umstellungen sollte die Pausenpredigt ihre Wirkung nicht verfehlen. Vor allem Angreifer Marco Bläser drehte nach Wiederanpfiff gegen seinen ehemaligen Verein auf, erzielte sowohl den 1:2-Anschlusstreffer als auch das Tor zum 4:2-Endstand. Sammy Ammari und Danijel Majdancevic hatten für die Wende gesorgt. „Froh, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein“, war Elfinger anschließend, immerhin habe sich seine Elf im zweiten Abschnitt „noch mal aufgerappelt“.

Dies hatte sie auch am Donnerstag versucht, als sie in Burghausen zur Halbzeit mit 1:2 hinten lag. Sammy Ammari hatte lediglich zwischenzeitlich egalisieren können. Beim Drittliga-Absteiger jedoch sollte es beim 1:2 bleiben. Auch Schlussmann Marijan Krasnic, der sein Team mit einigen famosen Paraden im Spiel gehalten hatte, konnte die dritte Liga-Niederlage in Folge nicht verhindern.

Deshalb steht dem SVH auch kein entspanntes Wochenende bevor. Mit lediglich sieben Zählern aus sieben Runden rangiert Heimstetten schon wieder dort, wo der Verein in dieser Saison keinesfalls erneut landen wollte: An der Kante zur Abstiegszone. Bereits in der vergangenen Saison war man dem Abstieg nur um einen Punkt entronnen. „Damals sind wir ruhig geblieben, weil wir Vertrauen hatten“, erläutert Präsident Matejka, „jetzt sehen wir aber keinen Fortschritt in dieser Saison“. Und das mit dem besten Kader der Heimstettener Vereinsgeschichte, wie der Vorstand und sein Sohn, Manager Michael Matejka, mehrfach betonten.

„Ein Schnitt von einem Punkt pro Spiel wird am Ende nicht für den Klassenerhalt reichen“, warnt Matejka. Coach Elfinger, der gestern mit seiner Mannschaft noch eine Teambuilding-Maßnahme abhielt, zeigt sich dennoch von der neuesten Entwicklung „überrascht“. Er mache „weiter seriös meinen Job“ und wolle sich darüber hinaus „nicht dazu äußern“. Aufgrund der deutlichen Vorgabe des Präsidenten aber wird er seinen Job wohl nur mit einem Sieg in Rosenheim sowie drei Punkten im Liga-Heimspiel am kommenden Freitag gegen den FC Memmingen behalten können.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Haching Profis drücken die Schulbank
Haching Profis drücken die Schulbank
Horror-Schnitt: Unterföhring landesweit schwächstes RL-Team
Horror-Schnitt: Unterföhring landesweit schwächstes RL-Team
"Skandal": Stier hadert nach Videobeweis mit Spielleitung
"Skandal": Stier hadert nach Videobeweis mit Spielleitung
Chance genutzt: Weicker überzeugt als Außenverteidiger
Chance genutzt: Weicker überzeugt als Außenverteidiger

Kommentare