Schmitt: "Schön das Marco den Schädl hinhält"

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Mit minimalem Aufwand, größtmögliche Aufmerksamkeit erreichen: Joker Marco Bläser (l.; mit Clemens Kubina) köpft acht Minuten nach seiner Einwechslung das 2:1.

SV Heimstetten - „Wir wollen da weiter machen, wo wir gegen Schalding aufgehört haben“, sagt Rainer Elfinger. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Heimstetten geht das Nachholspiel am heutigen Dienstag (19 Uhr) daheim gegen die SpVgg Bayreuth voller Optimismus an.

Da weiterzumachen, wo er am Samstag aufgehört hat, bedeutet für Marco Bläser, erst einmal ins zweite Glied zu rücken. Der 33-Jährige hatte seine Mannschaft mit dem Tor zum 2:1 gegen den SV Schalding-Heining zum Sieg geköpft (84.), acht Minuten nach seiner Einwechslung. „Natürlich will jeder von Anfang an spielen, auch ich. Doch der Trainer sieht mich in der Rolle des Jokers, und das passt für mich“, sagte der Publikumsliebling. So bekomme er doch „mit geringem Aufwand die größtmögliche Aufmerksamkeit“. Die bekam er selbst von Schaldings Coach Mario Tanzer: „Das kennen wir ja schon, der Bläser kommt rein und trifft.“

Auch Christoph Schmitt lobte seinen Teamkollegen: „Schön, dass er da seinen Schädel hinhält“, meinte der Kapitän, der es zuvor mit seinem verschossenen Strafstoß (60.) unnötig spannend gemacht hatte. „Die haben uns immer wieder Stress gemacht“, sagte Rainer Elfinger über den Gegner aus dem Passauer Westen. Bei aller Euphorie, die der erste Saisonsieg – Sammy Ammari hatte seine Farben mit 1:0 in Führung gebracht (29.) – beim SVH auslöste, hatte der Coach auch einiges zu bemängeln: „Unsere Flanken kamen phasenweise nicht scharf genug vors Tor.“ Das wurde nach der Pause besser, „dann stimmte auch unsere Gegenbewegung“.

Weil am Ende der Dreier für Heimstetten heraussprang, verflog auch der Ärger über den zweifelhaften Elfmeter, den Josef Eibl zum 1:1 verwandelte (43.). „Mein Spieler schwört hoch und heilig, dass ihm der andere auf den Fuß gestiegen ist“, nahm Elfinger Neuzugang Danijel Majdancevic nach dessen Duell mit Michael Wirth in Schutz.

„Wenn wir jetzt auch gegen Bayreuth gewinnen, haben wir einen Fehlstart wie in der vergangenen Saison endgültig verhindert und haben ein bisschen mehr Ruhe“, blickt Marco Bläser auf die Partie gegen den bis dato noch sieglosen Aufsteiger. Und Kapitän Christoph Schmitt ergänzt: „Die müssen wir schlagen, wenn wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen.“

Die Personalie Marcel Ebeling, eine Art Suspendierung auf Zeit, scheint geklärt zu sein: Der 23-Jährige steht am Dienstag wieder im Kader, wie Rainer Elfinger bestätigte. „Wir sind im Grünen – es gab eben die eine Situation, die nicht so toll war“, hielt sich der Coach mit Details zurück. Dass Ebeling weder in der Ersten noch in der Zweiten dabei war, begründete der 47-Jährige mit Problemen in der Kommunikation. Ebeling – er absolvierte gerade erst ein Probetraining beim FC St. Pauli – war unmittelbar vor dem Anpfiff „überrascht“, dass er erneut nicht berücksichtigt wurde: „Fragen Sie Michael Matejka.“ Der Manager verwies auf Elfinger: „Fragen Sie den Trainer.“

Voraussichtliche Aufstellung: Krasnic – Siedlitzki, Ehret, Paul, Kubina – Nappo, C. Schmitt, Häfele, D. Schmitt, Majdancevic – Ammari.

Quelle: fussball-vorort.de

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