Hellwach für den Showdown

Letzter Einsatz: Orhan Akkurt (M.) will zum Abschied mit Heimstetten aufsteigen. Foto: Michel

Heimstetten - Es hat jeder im Sportpark gesehen: Die 0:1-Niederlage des Würzburger FV beim SV Heimstetten war äußerst schmeichelhaft. SVH-Coach Rainer Elfinger trauert vor dem Rückspiel am Mittwoch um 18.30 Uhr in Würzburg aber keiner ausgelassenen Chance nach. Im Gegenteil: „Jetzt kann ich sicher sein, dass die Jungs hellwach sind.“

Das ist für Elfingers Kicker auch oberste Pflicht. Würzburg verfügt über hervorragendes Offensivpersonal und Würzburg muss kommen, muss den Rückstand wettmachen. „Wir aber sind jederzeit in der Lage, ein Tor zu schießen“, sagt Elfinger. Gelänge das, müsse der FV schon drei Kisten machen. „Und vielleicht werden sie dann nervös, vielleicht rennt ihnen dann die Zeit davon.“ Kann der SV Heimstetten das abrufen, was er in der zweiten Schicht des Hinspiels gezeigt hat, stehen die Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga und damit auf den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte tatsächlich nicht schlecht.

Besonders mit den beweglichen Flügelspielern Gianni Simari und Memis Ünver, in ihren Offensivbemühungen immer wieder tatkräftig unterstützt durch die beiden Außenverteidigern Raphael Mayer und Steven Toy, hatten die Unterfranken große Probleme. Dazu praktizierte die Elfinger-Elf in der zweiten Hälfte ein äußerst unangenehmes weil sehr zeitiges Pressing, auffallend leidenschaftlich gelenkt und gelebt von Heimstettens beiden Sechsern Christoph Schmitt und Quirin Moll. Würzburgs Kreativabteilung kam deshalb nicht zur Geltung.

Derartig den Angriff von Trainer Michael Hochreins Truppe lahmzulegen wie im Hinspiel, ist auf Würzburger Terrain kaum möglich. „Wir werden aber sicher keinen Catenaccio spielen“, gibt Elfinger zu Protokoll. Zwar soll aus einer kompakten Defensive heraus agiert werden, der Drang nach dem begehrten Auswärtstreffer soll aber klar erkennbar sein. Umstellen wird Elfinger nicht, nach dem beeindruckenden Auftritt am Samstag hat er keinen Grund dazu. Sorge, das kraftraubende Pressing könnte dem einen oder anderen Spieler noch in den Knochen stecken, hat der Coach nicht: „Die Jungs sind fit.“ Außer den Langzeitverletzten Ibo Aydemir und Chris Oretan sind alle Kicker an Bord.

SVH-Manager Michael Matejka machte die unglaublich Spannung vor dem Spiel plakativ: „Ich weiß nicht, wie ich das überleben soll.“ Fans, die ihm beim Nervenkrieg zur Seite stehen wollen, können mitfahren. Matejka: „Der Mannschaftsbus ist so gut wie voll, aber um 14 Uhr fährt ein Fanbus mit 19 Plätzen vom Sportheim weg.“

Matthias Vogel

SVH: Lehner, Toy, Paul, Löppert, Mayer, Simari, Moll, C. Schmitt, D. Schmitt, Ünver, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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