Im Jahnstadion findet das Duell der beiden besten bayerischen Amateurteams der letzte Saison statt

Herausforderung und hohe Erwartung

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Die Sechziger-Fußballer wollen heute nach dem Heimspiel gegen Memmingen einen Sieg bejubeln.

Rosenheim - Wenn Dirk Teschke in diesen Tagen die Medien verfolgt, spürt er, vor welch großer Herausforderung er steht mit seiner Mannschaft.

Das Interesse ist riesig, "der Bayerische Fußball-Verband tut ja wirklich alles, um diese neue Liga zu präsentieren", hat der Trainer des TSV 1860 Rosenheim erkannt vor dem Start in die Regionalliga Bayern, die am Donnerstag mit der Partie Eintracht Bamberg gegen Bayern Hof (1:0) in großem Rahmen vor 2200 Zuschauern eröffnet wurde. Für Teschke und seine Sechziger beginnt sie heute, ab 14 Uhr steht man im Jahnstadion dem FC Memmingen gegenüber, im Duell der beiden besten bayerischen Amateurmannschaften der vergangenen Saison.

Viel ist geschrieben und gesprochen worden in den letzten Wochen über diese neue Spielklasse, die Erwartungen sind hoch. Natürlich auch bei Teschke und seiner Truppe. Einiges an Prominenz wird in den nächsten Wochen und Monaten erwartet im Jahnstadion, Marek Mintal und Michael Wiesinger kommen schon in 13 Tagen mit der U23 des 1. FC Nürnberg, Mehmet Scholl, Altin Lala und Tobias Schweinsteiger nochmal zwei Wochen später mit dem FC Bayern 2. Ein bisschen große Fußballwelt in Rosenheim. Und darauf darf man stolz sein beim Bayernligameister TSV 1860.

Die Vorfreude ist groß, Teschkes Team fiebert dem Start entgegen. Der FC Memmingen ist ein spannender Premierengast, "eine gestandene Regionalliga-Mannschaft, die zwar einige Abgänge zu verzeichnen hatte, aber auch gezielt verstärkt wurde", weiß Rosenheims Coach um die Schwere der Aufgabe. Und auch wenn er das erste Saisonspiel als "eine große Unbekannte" bezeichnet, dass es eine "brutal harte Nuss" werden wird, ahnt er. Dabei interessiert ihn nur am Rande, dass beim Gast mit Candy Decker einer der besten Stürmer der Regionalliga langfristig ausfällt und auch Stefan Zobel fehlt: "Wir müssen auf uns selbst schauen."

Und da ist auch nicht alles optimal. Beim Start in eine neue Ära fehlt ausgerechnet Christian Hofmann, "eine ganz wichtige Stütze", so Teschke. Hofmann, inzwischen 33, ist mit dem TSV 1860 durch alle Höhen und Tiefen der letzten 15 Jahre gegangen. Als 18-Jähriger ist er in den damaligen Bayernligakader gerückt, hat dann elf Jahre lang in der Landesliga alles für Sechzig gegeben und ist 2009, mit 30, zurückgekehrt in die Bayernliga. Nun steht er im Frühherbst seiner Karriere vor einem neuen Höhepunkt, doch seine persönliche Regionalliga-Premiere verhindert eine Oberschenkelverletzung, die er sich im Pokalspiel in Kirchheim zugezogen hat. So kann er nur als Zuschauer mitfiebern, wenn das neue Zeitalter des Amateurfußballs auch in Rosenheim eingeläutet wird.

Teschke hat seine Startaufstellung zwar weitgehend im Kopf, doch ein paar Fragezeichen bleiben: Auch der Einsatz von Florian Hofmann ist gefährdet, ebenso der von Fathi Eminoglu. Ansonsten aber kann Teschke weitgehend auf die Leute zurückgreifen, die sich in der fünfwöchigen Vorbereitungsphase als Bestbesetzung herausgeschält haben. Und das ist umso wichtiger, da "wir ein schweres Auftaktprogramm haben", mit Memmingen, Ingolstadt, Illertissen und Nürnberg, einem der Top-Favoriten neben den Bayern, ehe es am 5. Spieltag zum Derby nach Buchbach geht. "Wir müssen uns als Einheit präsentieren, zur Konstanz finden und die nötigen Punkte holen, um Sicherheit zu gewinnen."

Das große Medienecho, das der Start der Regionalliga Bayern ausgelöst hat, sorgt für noch mehr Anspannung und Kribbeln, "die Vorfreude auf die Saison ist riesig", spürt Teschke. "Diese Freude wollen wir mit ins Spiel nehmen", verspricht der Coach. Und hofft, "dass wir dann auch nach dem Spiel noch immer so viel Freude haben werden."

hü/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: fussball-vorort.de

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