Herberth: "Wir werden zu unserer Drohung stehen"

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Herberth: "Unsere Leistungen sind mindestens mit den Erfolgen der Starbulls in den letzten Jahren gleichzusetzen."

TSV 1860 Rosenheim - Gegen den FV Illertissen hat es am Ende nicht ganz gereicht für die Rosenheimer. Dass die Mannschaft überhaupt noch in der Regionalliga aufläuft, stand lange Zeit in der Schwebe. Wir sprachen mit Christoph Herberth, wie er die Boykott-Androhung aus heutiger Sicht sieht.

Nach dem tollen Auftakt gegen Rain und dem Unentschieden gegen Seligenporten musstet ihr jetzt den ersten Dämpfer hinnehmen. Warum hat es gegen Illertissen nicht gereicht?

Trotz der zahlreichen Abgänge sind wir gut in die Saison gestartet. In Illertissen waren wir die klar bessere Mannschaft, konnten unsere Torchancen allerdings nicht nutzen. So ist der Fußball eben. Gegen Seligenporten hast du noch das Glück und erzielst den Last-Minute-Ausgleich, eine Woche später will die Kugel einfach nicht rein. Dennoch sind wir für die nächsten Wochen zuversichtlich und freuen uns auf das Pokalspiel!

Ihr habt vor der Saison für Aufsehen gesorgt, als die Mannschaft zum Boykott aufgerufen hat. Hat sich seitdem etwas getan?

Naja... Die Bedingungen sind immer noch nicht gut. Aber unsere Drohung wurde zumindest ernst genommen und die ersten Schritte in die richtige Richtung sind getan. Falls sich die positive Entwicklung wieder einstellen sollte, werden wir als Mannschaft dennoch geschlossen zu unserer Drohung stehen.

In Rosenheim wird seit Jahren hochklassiger Jugend- sowie Herrenfußball geboten und kaum jemanden interessiert es. Wir als Mannschaft geben sportlich unser Bestes. Jetzt sind die Verantwortlichen, die Stadt und auch die Fans gefragt, den nächsten Schritt zu tun.

Ein Zeichen könnte schon belad gesetzt werden. Vor euch liegt der Pokalkracher: Wie wollt ihr im DFB-Pokal bestehen?

Anfangs waren wir etwas enttäuscht. Wir haben natürlich auf einen ambitionierten Erst- oder Zweitligisten gehofft. Gegen Aalen besteht zumindest eine Minichance auf die zweite Runde. Wenn bei uns alles passt, können wir auch einen Zweitligisten besiegen. Der TSV Rain hat es uns ja in der Vorbereitung vorgemacht, indem er den VfR mit 3:1 besiegen konnte. Wir freuen uns alle auf den 3. August und hoffen auf zahlreiche Unterstützung aus der Region.

Rosenheim gilt als Eishockey-Stadt: Was erwartest du dir von dem Spiel gegen Aalen?

Rosenheim ist eine Eishockey-Stadt. Ich spiele nun meine dritte Saison beim TSV und bin der Meinung, dass unsere Erfolge, wie die Bayernliga-Meisterschaft, der Regionalliga-Aufstieg und zuletzt der DFB-Pokal-Einzug mindestens mit den Erfolgen der Starbulls in den letzten Jahren gleichzusetzen sind.

Vor allem, wenn man die Rahmenbedingungen und finanziellen Mittel vergleicht. Auf lange Sicht bin ich jedoch zuversichtlich, dass wir auf den Eishockey aufschließen werden. Das DFB-Pokal Spiel ist der erste Schritt hierzu. Durch die TV-Übertragung sind wir bundesweit im Rampenlicht und ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Rosenheimer Fussball in ein positives Licht rücken werden.

Quelle: fussball-vorort.de

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