Zug an Hackerbrücke entgleist: Großeinsatz - eine Person verletzt

Zug an Hackerbrücke entgleist: Großeinsatz - eine Person verletzt

Mit Herz und Willen zum Titel

- VON PAUL HOPP Weilheim/Raisting - Von wessen Hacke der Ball letztlich aus dem Siebenmeterraum in Richtung Mittelinie sprang, war im Gewühl nicht mehr auszumachen. Letztlich war`s auch egal, die letzte Chance der Brucker war dahin. Die Weilheimer Spieler, die hinter der Bande standen, begannen bereits, vor Freude zu hüpfen, obwohl noch einige Sekunden zu spielen waren. Wenige Momente später warfen auch FUSSBALL ihre Kollegen auf dem Spielfeld in der Wolfratshausener Turnhalle die Arme in die Höhe und bejubelten ihren 3:2-Finalsieg über den Titelverteidiger und Bayernligisten SC Fürstenfeldbruck, der zugleich eine Premiere darstellte: Zum ersten Mal überhaupt gewann der TSV Weilheim die Hallen-Zugspitzmeisterschaft. Als größter Erfolg stand für den Bezirksligisten bis dato die Vizemeisterschaft in der Saison 1995/96 zu Buche.<BR>

Co-Trainer Gediminas Sugzda, ohnehin kein Mann der großen Gesten, genoss den Triumph im Stillen, aber mit unverkennbarem Stolz im Gesicht. "Die Truppe wollte, und sie hat sich`s auch verdient." Immerhin räumte der TSV mit dem BCF Wolfratshausen neben Bruck einen weiteren Bayernligisten aus dem Weg (siehe Statistik). "Es ist egal, wie der Gegner heißt. Mann muss sich überwinden und Herz zeigen", so Sugzda, der den verhinderten Martin Kindermann vertrat. <P>Dass die Weilheimer am Samstagnachmittag wirklich bereit waren, sich zu überwinden, zeigten sie im Finale. Obwohl als Endspielteilnehmer bereits für die oberbayerischen Hallenmeisterschaften qualifiziert, boten sie den Fürstenfeldbruckern ordentlich Paroli, ließen sich auch von einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand - Michael Berndt, neben Steffen Thiel der überragende Weilheimer, hatte den TSV 1:0 in Führung gebracht - aus dem Konzept bringen. Binnen einer Minute stellten Salvatore Scolaro und Bernd Joachimsthaler auf 3:2. <P>Ähnlich furios verlief die Aufholjagd im Halbfinale. 2:0 führte der SC Olching, ehe Joachimsthaler, Berndt und Stanislav Krotak innerhalb von 90 Sekunden zum 3:2-Endstand trafen. Auch im entscheidenden Gruppenspiel gegen Gastgeber BCF Wolfratshausen bog der TSV einen 1:2-Rückstand in ein 4:2 um (Tore: Georg Tafertshofer 2x, Berndt, Krotak). Einzig im Auftaktspiel gegen Fürstenfeldbruck zeigten sich die Weilheimer nicht auf der Höhe, unterlagen 0:5. "Wenn wir so weiter gespielt hätten, wäre ich stinkesauer gewesen", sagte Sugzda, der "nur mit geringen Erwartungen" angereist sei. <P>Eher gering waren auch die Erwartungen der Raistinger, zumal mit Salvatore Scolaro, Marcus Widmann und Martin Frühholz drei wichtige Akteure fehlten. Am Ende belegte der SVR, der mit einigen Nachwuchleuten antrat, den siebten Platz. "Wir nehmen das ganz locker. Gerade für unsere jungen Spieler war das Turnier eine gute Erfahrung", so Trainer Charly Thalmeir. Sowohl gegen den SC Olching als auch den SV Bad Heilbrunn spielte der Bezirksoberligist 3:3, obwohl er die bessere Mannschaft war. Im entscheidenden Spiel gegen Schäftlarn unterlag der SVR trotz zahlreicher guter Chancen mit 2:4. "Da wollten wir es mit Gewalt machen und sind in Konter gelaufen", so Thalmeir. <P></P>

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München will bis 2023 in die 2. Bundesliga
Türkgücü München will bis 2023 in die 2. Bundesliga
Der Kern bleibt zusammen
Der Kern bleibt zusammen
Skandalspiel ASV Antdorf - FSV Höhenrain: Klemens Wind verteidigt Referee  
Skandalspiel ASV Antdorf - FSV Höhenrain: Klemens Wind verteidigt Referee  
Sulzemoos muss gegen Schwabing „alles geben“
Sulzemoos muss gegen Schwabing „alles geben“

Kommentare