Familieninterne Gespräche

"Heynckes-Lösung" in Unterföhring: Was passiert mit Faber?

Hans-Peter Faber und sein FCu fahren als krasser Außenseiter zum FC Bayern. F: Förtsch

Mit dem finalen Höhepunkt im Grünwalder Stadion beim FC Bayern II endet für den FC Unterföhring heute (19 Uhr) der erste Teil der Regionalliga. Wenn kein mittleres Wunder passiert, steht am Ende der Abstieg zurück in die Bayernliga. Präsident Franz Faber möchte die Saison nicht missen, weil der Verein Erlebnisse für Ewigkeit hatte.

 „Wir haben uns Geschichten zu erzählen, die es so noch nie gab“, sagt Franz Faber. Er denkt dabei natürlich an die zwei Duelle mit dem TSV 1860 München, wo man zu Hause das erste und wohl für lange einzige ausverkaufte Heimspiel der Vereinsgeschichte hatte und auswärts mit 6500 Zuschauern die bislang größte Kulisse. Diese wird 2018 im Ligaspiel noch einmal gesteigert mit dann mehr als 10?000 Menschen im Stadion.

Der FC Bayern?II ist Teil dieser Geschichte mit dem 2:2 im Hinspiel, wo Unterföhring in den Schlussminuten ein 0:2 aufholte und ganz nahe an einem Sensationssieg war. Heute fährt der FCU als ganz krasser Außenseiter zu den Bayern.

Nach diesem Spiel stehen für Präsident Franz Faber in der Winterpause vor allem Familiengespräche an mit seinem Bruder Peter. Nach der Trennung des Vereins von Thomas Seethaler übernahm Peter Faber die Mannschaft. „Zunächst ist er die Heynckes-Lösung bis Saisonende“, sagt Franz Faber, „aber ich habe das Gefühl, dass er Blut geleckt hat.“ Der Präsident deutet an, dass sein Bruder länger Trainer bleiben und die Mannschaft dann auch wahrscheinlich in der Bayernliga trainieren würde. Peter Faber ist ganz klar der erste und bei einem Ja-Wort auch der einzige Ansprechpartner des Vereins für die Zukunft.

Neuzugänge wird der FC Unterföhring im Winter wohl nicht verpflichten. „Die Spieler, die uns richtig weiterhelfen, bekommen wir nicht“, sagt Franz Faber. Das einfachste Beispiel ist für ihn Garching: „Einen Niebauer bekommst du nicht.“ Der FCU werde keine Notkäufe tätigen von Spielern, die dann nur ein halbes Jahr im Verein spielen.

Angesichts von zwölf Punkten Rückstand zu den Relegationsplätzen weiß er um die geringen Aussichten, dem Abstieg zu entgehen. „Klar ist schwer an die Rettung zu glauben“, sagt der oberste Vereinsfunktionär, „aber im Fußball kann vieles passieren. Es kann auch Mannschaftsrückzüge geben, an die heute noch niemand denkt.“

Voraussichtliche Aufstellung: Sturm – Bittner, Brandstetter, Kelmendi, Putta – Kain, Büchel, Hofmann (Sabbagh) – Olwa-Luta (Takahara), Kostorz (Morou) – Faber.

Quelle: fussball-vorort.de

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