Die Hoffnung lebt in Wolfratshausen

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Stefan Schwinghammer kassierte ein Sonderlob von Trainer Leitl.

BCF Wolfratshausen - Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt. Ein torloses Unentschieden beim TuS Holzkirchen im ersten von zwei Relegationsspielen ist für den BCF Wolfratshausen eine ebenso gute wie gefährliche Ausgangsposition.

Nach 90 plus zwei Minuten blies Referee Tobias Schultes ein letztes Mal an diesem Abend in seine Pfeife. Danach gaben Gesten und Mienen Aufschluss über die Befindlichkeiten in beiden Lagern. Die Holzkirchner wussten das Ergebnis offensichtlich nicht so recht einzuordnen. Sie hatten mehr vom Spiel gehabt, die besseren Chancen, aber nicht getroffen. Leichter ließ sich das Innenleben der Wolfratshauser ausforschen. Zufriedenheit, keimende Hoffnung, aber auch Erleichterung einten sich da zu einem Ganzen. Erleichterung deswegen, weil den Gästen das Match mit zunehmender Spieldauer entglitten war. Der Faktor Physis machte sich zu Ungunsten Farchets bemerkbar. Klar, denn allzu viele hundertprozentig fitte Spieler stehen Reiner Leitl derzeit nicht zur Verfügung. Entsprechend positiv wertete der BCF-Cheftrainer das Resultat.

„Die Null ist gestanden. Das ist eine gute Ausgangsposition für uns.“ Schon ein 1:0-Erfolg am Samstag würde den BCF in der Bayernliga halten. Ein Gegentreffer aber könnte verheerende Folgen haben. Dass die Null am Ende tatsächlich eine blieb, verdankte Wolfratshausen seinem Torwart. Stefan Schwinghammer lieferte eine astreine Partie ab. Den Volleyschuss von Toni Longo beispielsweise fischte der 19-Jährige mit Bravour aus der bedrohten Ecke. Schwinghammers Leistung  würdigte auch Leitl: „Er hat gut gehalten“, sagte der sonst mit Lob eher sparsame Übungsleiter so laut, dass es der Adressat nahe des Mittelkreises auch hören konnte. Ein wenig Glück war wie so oft freilich auch mit im Spiel. Longos zweiter ernsthafter Versuch, ein Drehschuss, landete am Lattenkreuz.

Darüber hinaus hatten die knapp 1000 Zuschauer bei Florian Bachers Kracher den Torschrei auf den Lippen. Und auch Sean Erten verpasste nach abgewehrter Ecke nur haarscharf. Auf Wolfratshauser Seite hätte Marwane Gobitaka in der Schlussminute seinem Team eine noch bessere Ausgangslage schaffen können. Doch dem Kopfball des eingewechselten Angreifers fehlte es an Schwung. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Treffer schmeichelhaft für die Gäste gewesen. Es gab allerdings auch Phasen, da wäre eine BCF-Führung legitim gewesen. Etwa als Marco Höferth aus 25 Metern für Schnappatmung auf den Rängen sorgte. Insgesamt lieferte der BCF eine stabile, solide Leistung ab.

Schiri Schultes hätte Christian Duswald in der Anfangsphase bei genauerem Hinsehen einen Strafstoß zusprechen können. Holzkirchens Tormann Benedikt Zeisl mähte den Wolfratshauser bei einer Klärungsaktion rüde um. „Er trifft alles, nur nicht den Ball“, klagte der Gefoulte. Leitl indes rieb sich an der zaghaften Offensive seiner Mannen. Man müsse „mehr Druck nach vorne aufbauen“, aber, so ein gut gelaunter BCF-Trainer, „das können wir jetzt ja daheim erledigen“.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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