Pullach 50 Minuten in Unterzahl

Hofmann hält Pullacher Derby-Sieg fest

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Das 2:0 für den SV Pullach: Menelik Ngu’Ewodo (2.v.l.) trifft per Kopf.

SV Pullach - Der überragende Torwart Michael Hofmann hielt dem SV Pullach nach der Pause in Unterzahl den Derbysieg beim SV Heimstetten fest.

Pullach – „Wir haben dank Michi Hofmann gewonnen. In der zweiten Halbzeit hat Heimstetten mit einem Mann mehr teilweise ganz stark Druck gemacht, das muss man klar und deutlich sagen. Da hat er uns im Spiel gehalten“, lobte Liedl den Ex-Löwen im SVP-Gehäuse, der zunächst noch nicht allzu sehr beschäftigt war. Denn vor der Pause dominierten die Raben so eindeutig das Geschehen, wie es der 0:2-Halbzeitstand dokumentierte. Schon in der Anfangsviertelstunde hatten sie zwei Großchancen durch Menelik Ngu’Ewodo, der aber zu lange zögerte und abgeblockt wurde, und Tim Sulmer, der auf dem rutschigen Rasen den Ball übers eigentlich schon leere Gehäuse schoss. Von Theo Liedl gab es dafür keine Vorwürfe: „Das war schwer auf diesem Boden.“

Und der Pullacher Manager durfte ja ohnehin bald jubeln: Christoph Dinkelbach setzte Fabian Lüders unter Druck, der sich nur mit einem Rückpass zu seinem Schlussmann Markus Aigner zu helfen wusste. Doch Dinkelbach roch den Braten, ging dazwischen, spielte Aigner noch aus und sorgte für die Führung (25.). „Gut gemacht“, lobte Liedl den diesmal im offensiven zentralen Mittelfeld aufgebotenen Torschützen. Das 0:2, nur wenig später, resultierte aus einem Freistoß, den Ngu’Ewodo per Kopf in einen zählbaren Erfolg verwandelte (36.). Weil sein Team auf dem Feld fleißig arbeitete, sah das schon beinahe nach einem gemütlichen Freitag Abend für den SVP-Manager aus: „Wir haben bis dahin gar nichts zugelassen, Heimstetten hatte nicht eine Chance.“ Bis zur 41. Minute: Da unterlief den Raben im Spielaufbau ein fataler Rückpass, plötzlich war Torjäger Orhan Akkurt, der ehemalige Pullacher, auf dem Weg zum Kasten und Niklas Mooshofer der einzige SVP-Feldspieler in seiner Nähe. Anschlusstreffer oder Rote Karte war die Alternative, vor die sich der Verteidiger gestellt sah. Er opferte sich für die Mannschaft und musste vorzeitig duschen gehen. „Der Platzverweis war absolut berechtigt, aber nichts Dramatisches, kein böses Foul“, kommentierte Liedl die Angelegenheit nüchtern. Richtig wohl war ihm zur Pause aber trotz des klaren Vorsprungs aufgrund der Unterzahlsituation nicht mehr: „Das Ergebnis geht im Moment absolut in Ordnung, aber wenn der Anschlusstreffer fällt, kann hier noch viel passieren.“

Und tatsächlich rückte nach dem Wechsel Hofmann mehr und mehr in den Blickpunkt: Nachdem er schon den nach dem Feldverweis fälligen Freistoß von Sebastiano Nappo aus dem Winkel geholt hatte, hielt er den Vorsprung mit Riesenparaden unter anderem zwei weitere Male gegen Nappo (56., 60.) sowie gegen Akkurt (63.) fest. Auf der anderen Seite scheiterte der allein durchgebrochene Marco Gröschel mit der besten Pullacher Konterchance (80.) an Aigner. „Den muss er machen, das wäre die endgültige Entscheidung gewesen“, so Liedl, der sich aber am Ende über ein aus seiner Sicht gerechtfertigtes Resultat freute: „Heimstetten hat wirklich gut gespielt, aber wenn man kein Tor macht, hat man es halt nicht verdient. Aufgrund des Willens, der geschlossenen Mannschaftsleistung in Unterzahl und eines überragenden Torwarts geht unser Sieg in Ordnung.“

Quelle: fussball-vorort.de

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