Der Torwart-Routinier spricht über Ziele mit dem neuen Team

Hofmann: „Pullach gehört unter die ersten Sechs“

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Immer noch mit vollem Einsatz dabei: Michi Hofmann(1.v.r.) sorgt für defensive Stabilität beim SV Pullach.

SV Pullach - Seit der Ankunft von Michi Hofmann läuft es beim SV Pullach prächtig. Im Vorort-Interview spricht der 42-Jährige über den Alltag bei den „Raben" und nennt ein Saisonziel.

Sieben Spiele ohne Niederlage, viermal gegentorlos und insgesamt nur vier Gegentreffer - die Bilanz von Torwart-Oldie Michi Hofmann seit seiner Ankunft beim Bayernligist SV Pullach ist mehr als beachtlich. Im Interview mit fussball-vorort.de spricht der 42-Jährige über seine Erwartungen an das Jahr in Pullach und das Training mit Keepern, die die eigenen Söhne sein könnten.

Hielten Sie eine Rückkehr auf den Platz für möglich, als Sie im Winter 2012/13 ihre Karriere beendeten?

Ich war ja auch nach dem Karriereende immer noch auf dem Platz, zum Beispiel für das Soccercamp, aber auch als Trainer in Kirchheim oder in Benefizspielen. Speziell wieder für eine Vereinsmannschaft zu spielen, hatte ich allerdings nicht im Sinn. Es hatten sich viele Vereine gemeldet und ich wollte keine Anfragen ablehnen, um dann kurz darauf ein anderes Angebot anzunehmen. Außerdem hatte ich damals gesundheitliche Probleme, besonders mit meinem Ellbogen.

Trainer waren Sie schon, Spieler sind Sie wieder. Kann es einen Spielertrainer Michael Hofmann geben?

Der einzige Verein auf diesem Niveau, der in Frage käme, ist Pipinsried, da Conny Höß bekanntlich auf Spielertrainer setzt. Für mich kommt das aber eher nicht in Frage. Ich möchte keinen jüngeren Spielern den Platz wegnehmen.

Mit bald 43 Jahren stehen Sie noch in der Bayernliga im Tor. Bis zu welchem Alter ist aktiver Fußball auf diesem Niveau möglich?

Wenn der Körper nicht mitmacht, kann man es nicht erzwingen. Als ich mit Regensburg in die 2.Liga aufgestiegen bin, habe ich nach einigen guten Spielen trotzdem Schmerzen verspürt. Ich habe aber auch gemerkt, dass es nichts bringt, zu weit voraus zu schauen. Deshalb ist es auch so mit Frank Schmöller und Theo Liedl vereinbart, dass wir bis zur Winterpause abwarten und dann sehen, wie es weitergeht. Auch wenn mein Vertrag noch länger läuft.

Bis auf den kleinen Dämpfer gegen Rosenheim läuft es seit Ihrer Ankunft in Pullach prächtig. Hatte Ihr Comeback so etwas wie eine psychologische Wirkung?

Man bekommt natürlich mit, dass die Leute über einen reden und sich freuen, dass ein Mann mit Erfahrung gekommen ist. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich mich immer wohlgefühlt habe, wenn ich mit offenen und ehrlichen Leuten gearbeitet habe. Das ist in Pullach der Fall, wir haben eine super Truppe mit einer Top-Einstellung. Wichtiger war aber, dass Theo und Frank die Mannschaft wachgerüttelt und in der Breite und an Qualität verstärkt haben.

Die anderen beiden Keeper sind 22 und 24 Jahre alt. Wie ist es, mit Torhütern zu trainieren, die die eigenen Söhne sein könnten?

Auch schon damals in Regensburg (Hofmann war bei seinem Wechsel nach Regensburg 37 Jahre alt; Anm. d. Red.) ist das eine Umstellung gewesen. Ein gewisser Neid auf die Bewegungsschnelligkeit der Jungen ist da. Aber es gefällt mir. Es ist eine andere Generation. Gewisse Werte sollten jedoch immer bestehen bleiben. Man braucht die richtige Einstellung, Disziplin und Ehrgeiz. Aber auch Werte wie Höflichkeit, Respekt anderen Personen oder der ganzen Gruppe gegenüber sind wichtig. Dann kommt auch der Erfolg.

Ihr Teamkollege Ömer Kanca hat noch Anfang dieser Saison den FC Pipinsried trainiert. Haben Sie Sich über Erfahrungen ausgetauscht?

Wir haben über Dinge wie die Führung einer Truppe oder Trainingsinhalte geredet. Trotzdem will ich als Trainer eine eigene Linie verfolgen.

Sie stehen mit ihrer Mannschaft auf Platz fünf, sind aber nur drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Was ist mit dem SV Pullach in dieser Saison drin?

Vom Namen und der Qualität gehört Pullach unter die ersten Sechs. Ein Ergebnis wie letztes Jahr kann man aber nicht erwarten. Wir haben gute Spieler wie Orhan Akkurt verloren. Man muss auch die Situation vor meiner Ankunft bedenken, wo wir nur knapp über den Relegationsplätzen standen. Ich sehe Garching und Heimstetten als Führungsduo, außerdem gibt es immer eine Überraschungsmannschaft.

Quelle: fussball-vorort.de

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