Acht Trainer mussten 2018 ihren Posten räumen

Hoher Trainerverschleiß bei den Würmtaler Fußballvereinen

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Verzweiflung pur: Sportlich läuft’s bei den Würmtaler Fußballteams nicht so gut, auch der Trainerverschleiß ist hoch. Im Laufe des Jahres erwischte es unter anderem Andreas Steinweg (SVPlanegg-Krailling).

Die Würmtaler Fußballvereine haben ein turbulentes Jahr hinter sich. Vier Abstiegen steht nur ein Aufstieg gegenüber. Doch die Geschichte von 2018 erzählen vor allem neun Trainer, die im Laufe des Jahres gehen (müssen).

Der TSV Neuried feiert im Mai ein kleines Fußballmärchen. Mit einem 3:0 gegen die TuS Pfarrkirchen klettert er am letzten Landesliga-Spieltag auf Platz 13, der den direkten Klassenerhalt bedeutet. Das Wunder von der Parkstraße gelingt dank eines furiosen Schlussspurts mit sechs Siegen aus sieben Partien. Der Vater des Erfolgs, Davide Taurino, Chefcoach und Sportlicher Leiter des TSV, übergibt nach der Saison das Traineramt an Marco Gühl, den Übungsleiter der Reserve. Gemeinsam mit Josip Hrgovic führt dieser die Mannschaft in ihr zweites Landesliga-Jahr, doch ohne zahlreiche Leistungsträger aus dem Frühjahr ist das Team in der sechsthöchsten Spielklasse überfordert. Gühl wird nach nur neun Spielen zum Co-Trainer degradiert, Taurino kehrt interimsweise zurück. Noch vor Jahresende präsentiert der Verein mit Christopher Utz den dritten Übungsleiter der Saison. Der Erfolg bleibt trotzdem aus. Mit zwei Zählern steht der TSV zur Winterpause ganz unten. Hrgovic beerbt derweil Maximilian Reid, der sich als Coach der zweiten Mannschaft zurückzieht.

Doch damit nicht genug der Trainerwechsel. Wenige Kilometer westlich an der Planegger Hofmarkstraße muss Andreas Steinweg vor dem letzten Bezirksliga-Spieltag seinen Posten räumen. Michael Lelleck, vormals für die U19 verantwortlich, soll den drohenden Abstieg vermeiden. Das misslingt: Der SV Planegg-Krailling scheitert in der Relegation am TSV Dorfen. So muss der SVP erstmals nach zehn Jahren wieder in der Kreisliga antreten, die Reserve landet zwangsweise eine Klasse tiefer.

Lokalrivale TSV Gräfelfing verpasst derweil wie schon 2017 den Sprung in die Bezirksliga. Erneut beißen sich die Wölfe und ihr Trainer Franco Simon an den Relegationsspielen die Zähne aus. Für den Coach ist danach Schluss, er sucht eine neue Herausforderung beim SC Pöcking-Possenhofen. Gräfelfings Reserve hält die Kreisklasse, obwohl sie das Jahr auf dem letzten Tabellenplatz beginnt.

In der Kreisliga hat der letzte Vertreter aus dem Würmtal, die gleichnamige DJK, weniger Glück. Das Spielertrainer-Duo Benjamin Gollong/Andreas Götz steigt mit seiner Mannschaft nach nur einer Saison in dieser Spielklasse ab. Ihr Amt legen sie anschließend nieder. Entgegen der Annahme des Vereins verlassen einige Schlüsselspieler die DJK. Unter dem neuen Coach Mario Germek droht der Sturz in noch tiefere Gefilde.

Der einzige Sprung in eine höhere Liga, die Kreisklasse, gelingt dem Gautinger SC, während Erzrivale TV Stockdorf in die A-Klasse abrutscht. Außerdem haben die Turner den frühesten Trainerabgang des Jahres zu verzeichnen: Ayhan Kurt wirft bereits Ende März hin. Auch beim TSV Pentenried gibt es einen neuen Verantwortlichen: Daniele Rachella beerbt Alexander Strahberger zum Saisonwechsel.

Quelle: Merkur.de

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