Roger Moore ist tot: James-Bond-Darsteller an Krebs gestorben 

Roger Moore ist tot: James-Bond-Darsteller an Krebs gestorben 

Pokal-Verlierer via Facebook verhöhnt

Hohn und Spott für Fürstenfeldbruck

+
Den Siegesrausch in der Kabine hielt Allings Trainer Thorsten Kuhls mit der Handy-Kamera für alle Ewigkeiten fest.

SC Fürstenfeldbruck - Der Spott in den sozialen Medien war triefend, als am Mittwochabend via Facebook rasch die Runde machte, dass der SC Fürstenfeldbruck gleich zum Auftakt der aktuellen Sparkassencup-Runde blamabel ausgeschieden ist.

Nach dem 1:3 beim A-Klassisten in Alling wird deutlicher denn je: Die einstige Nummer eins weit und breit steckt nicht nur finanziell, sondern auch sportlich in der tiefsten Krise. Die Schmach von Alling hat historische Ausmaße: Erstmals überhaupt schieden Brucks Landesligisten – immerhin auch Rekordsieger beim seit 1974 ausgetragenen Pokalwettbewerb – gleich in der ersten Runde aus. Und das auch noch gegen einen vier Klassen tiefer spielenden Verein.

Allings Kapitän Andreas Krammer, der mit dem 3:1 nach 65 Minuten den Deckel auf das Spiel gemacht hatte, stellte auf der Facebookseite des TSV die Frage "Wer ist bruck?" und postete dazu ein Feierbild aus der Kabine. Dafür sammelte er schon über 50 Likes.

Während beim SCF immer noch Fassungslosigkeit herrscht, hallt der Jubel am Starzelbach kräftig nach. Nicht nur, dass der TSV Alling den großen Favoriten regelrecht vorgeführt hat. Auch die stolze Kulisse von über 100 Zuschauern, die auf dem engen Nebenplatz hautnah dabei waren, spülte etwas Geld in die Kasse.

Was für ein Glück für Tarik Sarisakal, dass er die Peinlichkeit nicht live verfolgen musste. Der SCF-Trainer war am Mittwoch beruflich verhindert. „Als ich telefonisch vom Ergebnis erfuhr, bin ich erschrocken“, gesteht er noch immer geschockt am Tag nach dem Debakel. „Ohne die Leistung des Gegners schmälern zu wollen: Gegen einen A-Klassisten zu verlieren, das geht gar nicht.“

Dass der SCF mit der peinlichen Pleite zur Lachnummer im Fußball-Landkreis geworden ist, weiß Sarisakal – „und das ist auch absolut berechtigt“. Nun sei die Mannschaft in der Pflicht: „Wenn ich etwas verbocke, muss ich die Suppe auch auslöffeln.“ Zwar kam bei der Pokalpartie eher die zweite Garde zum Zug – mit Michael Dietl, Fernando Ernesto und Kapitän Fabian Meinberger schonten die Brucker drei Stammkräfte. Doch das lässt Sarisakal schon gleich gar nicht als Ausrede gelten: „Die Spieler haben alle den Anspruch, Landesliga zu spielen.“

Spaßig war deshalb die erste Trainingseinheit gestern Abend 24 Stunden nach dem Debakel nicht. Er werde „ins Detail gehen und Tacheles reden,“ kündigte Sarisakel bereits im Vorfeld an. Er will die Spieler dabei auch an der Ehre packen, denn: „Die Außendarstellung des SCF ist durch die Niederlage schon mehr als angeknackst.“

Und nun wartet am morgigen Samstag bereits wieder der Liga-Alltag. Zwar ist der dann gastgebene SC Ichenhausen nach der 1:2-Nachhol- Niederlage gegen Gundelfingen – zeitgleich mit der SCF-Pleite in Alling – nicht mehr Tabellenführer, doch der Lack des 2:1-Sieges, der den Brucker im Verlauf der Totopokal-Quali gegen die Schwaben gelungen war, ist auch längst schon ab.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Wahnsinn im Video: Dieser Keeper trifft zum Klassenerhalt
Wahnsinn im Video: Dieser Keeper trifft zum Klassenerhalt
Hachings U19 feiert Aufstieg in die Bundesliga
Hachings U19 feiert Aufstieg in die Bundesliga
Aufgepasst: Die Termine der Relegationsspiele stehen!
Aufgepasst: Die Termine der Relegationsspiele stehen!
Nächster Coup:VfB-Spürhund Schmidmeier landet Königstransfer
Nächster Coup:VfB-Spürhund Schmidmeier landet Königstransfer

Kommentare