BCF holt gegen Haching II "Sieg des Willens"

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Willensleistung unter Flutlicht: Der BCF Wolfratshausen (re. Yusuf Catal) rang gestern Abend Schlusslicht SpVgg Unterhaching II (li. Tobias Killer) mit 4:3 nieder und feierte seinen sechsten Saisonsieg.

BCF Wolfratshausen - Eine tolle Mannschaftsleistung plus zwei Premierentore ergeben drei Punkte. Der BCF Wolfratshausen meisterte die Pflichtaufgabe, musste aber beim 4:3-Erfolg über die SpVgg Unterhaching II gestern Abend bis zum Ende zittern.

Was war das für ein Spiel? Sieben Treffer, dazu Höhen und Tiefen im steten Wechsel. Fluch und Segen zugleich war der frühe Führungstreffer der Farcheter. Christian Duswald bediente den mit nach vorne geeilten Onur Misirlioglu – 1:0 (5.). Natürlich gibt ein schnelles Tor auf der einen Seite Selbstvertrauen. Es suggeriert andererseits aber eine trügerische Sicherheit angesichts des sieglosen Kontrahenten. Folglich war von den Gastgebern an Offensivkraft im ersten Abschnitt kaum noch etwas zu sehen. Stattdessen mühten sich die Hachinger um ein koordiniertes Aufbauspiel. Das Kopfballtor von Florian Bichler zum 1:1 passte durchaus zum Spielverlauf. Farchets Innenverteidigung war bei der Hereingabe aus dem linken Halbfeld nicht wirklich im Bild gewesen.

Der Rest des Geschehens spielte sich zwischen den beiden Strafräumen ab, ohne dass auf einen der Torhüter groß Arbeit zukam. Ausnahme: Nach einem Missverständnis mit Lamine Guèye musste Farchets Schlussmann Kevin Pradl entschlossen zupacken. Die Quintessenz der ersten 45 Minuten: So reicht das für die Platzherren definitiv nicht zum sechsten Saisonerfolg. BCF-Coach Reiner Leitl sah das ähnlich. „Wir machen leichte Fehler und bauen dadurch den Gegner auf. Wir konnten nach den 1:0 vorne nicht so zumachen. Unsere Sechser hatten keine Linie.“

Also auf ein Neues in Durchgang zwei – mit analogem Beginn. Wieder meinte es das Drehbuch gut mit den Farchetern: Enzo Potenza verwertete einen zunächst abgewehrten Versuch unter Zuhilfenahme des Innenpfostens zum 2:1 (48.) – das erste Tor Potenzas im BCF-Leiberl. Und Farchet blieb dran. Fünf Minuten später spielte Aris Akgün, zur Pause zur Belebung der Offensive gekommen, einen Zuckerpass auf Chris Korkor. Lange musste der 19-Jährige auf seine Chance warten. Jetzt wusste er die Nominierung zu rechtfertigen: Schuss in die lange Ecke – 3:1. Danach ging’s ab. Alle Teamkollegen stürmten hinter Korkor her, um ihn an der Spielerbank einzufangen und zu herzen. Ein Extra-Lob vom Coach gab’s später auch: „Das hat sich Chris verdient, er hat sehr gut gespielt.“

Doch auf dem Platz bröckelte der Zusammenhalt. „Wir lassen keinen Torschuss mehr zu“, hatte Misirlioglu zwar seine Vorderleute angefeuert. Das allerdings klappte nur bedingt. Duswalds kapitalen Bock nutzte Tobias Killer zum 2:3. Potenzas zweiten Treffer, ein herrlicher Volleyschuss, konterte Eric Lickert mit 3:4. Zweimal hatte Farchet den Komfort-Vorsprung vergeben. Aber Leitls Mannen kämpften um den Sieg. Am Ende sogar mit einem Spieler weniger. Wenig später war alles gut. Das fand sogar der sonst so kritische Reiner Leitl: „Ein Sieg des Willens. Und von draußen war es ein geiles Spiel.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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