Hrgota macht gegen Ismaning den Unterschied

+
Kein Durchkommen: David Tomasevic (r.) grätscht das Leder vom Fuß des Ismaningers.

TSV Eching - Der mit Abstand älteste Akteur auf dem Feld machte mal wieder den Unterschied aus: Echings Fabian Hrgota sicherte den Zebras mit zwei Toren den 3:1-Derbysieg gegen den FC Ismaning.

Ob es am letzten Volksfestsamstag, dem durchgehend regnerischen Wetter oder womöglich an der Übertragung des Bayern-Heimspiels im Bezahlfernsehen lag? Jedenfalls fanden nur 140 Zuschauer den Weg ins weite Rund des Willi-Widhopf-Stadions, um dem ersten Duell seit 14 Jahren zwischen den Zebras und den Gästen aus Ismaning beizuwohnen. Alle Daheimgebliebenen verpassten zunächst nicht viel. Beide Mannschaften wollten unbedingt den ersten, großen Fehler vermeiden. Entsprechend blieben Torraumszenen hüben wie drüben Mangelware, dafür prägten teilweise intensiv geführte Zweikämpfe im Mittelfeld das Geschehen. Der ehemalige Ismaninger Michael Ott sorgte dann für das erste Ausrufezeichen, verzog aus der Distanz nur knapp. Wenig später reklamierte der FCI auf Handspiel im Zebra-Strafraum. Schiedsrichterin Andrea Knauer schenkte den Protesten jedoch keinerlei Aufmerksamkeit. Selbige war bei Gästekeeper Florian Preußer kurz darauf von Nöten, als ein Schuss von Fabijan Hrgota gegen die Laufrichtung des Torhüters wie das sichere 1:0 aussah. Preußer parierte prächtig, bewahrte sein Team vor dem Rückstand. Der drohte unmittelbar vor der Pause den Hausherren. Evangelos Gkoroumanos tauchte alleine vor Alessandro Kestler im TSV-Tor auf. Kestler hielt sich wie ein Fels in der Brandung auf den Beinen, ließ sich von keinem der drei angetäuschten Schussmanöver des gegnerischen Stürmers in die Irre führen. Letztlich ballerte Gkoroumanos das Leder entnervt über den Kasten in Richtung Kabinentrakt; die Spieler folgten gleich danach.

Das Rätselraten auf der Tribüne, welches Team wohl den ersten Treffer markieren würde, beendete Hrgota in der 57. Minute. Einen Traumpass von Marko Juric verwertete der Torjäger zum 1:0. Um ein Haar hätten die Zebras nachgelegt, allerdings klatschte ein Kopfball von David Tomasevic nur an die Querlatte (60.). Sechs Minuten später versuchte Hrgota es auf eigene Faust, sehr zum Leidwesen des besser postierten, einschussbereiten Florian Bittner am langen Pfosten – drüber. Der FC Ismaning entschloss sich, darauf hin selber mehr für die Offensive zu tun und wurde schnell belohnt. Gkoroumanos, der Pechvogel aus Halbzeit eins, glich aus heiterem Himmel und spitzen Winkel im Gegenzug zum 1:1 aus (67.).

Der TSV zeigte sich kurzzeitig geschockt, wurde aber unsanft in die Partie zurück geholt. Ein hässliches Foul von Manuel Ring erhitzte die Gemüter auf und neben dem Platz. Der Übeltäter kam glimpflich mit Gelb davon, während sein Trainer Xhevat Muriqi von Schiedsrichterin Knauer einen Verweis auf die Tribüne erhielt. Eching fand nach dem Durcheinander die sportliche Antwort. Hrgota bat insgesamt gleich drei Ismaninger zum Tanz und schob den Ball überlegt links unten ins Eck – 2:1 (78.). Den Schlusspunkt setzte Zolimir Tosic sechs Minuten vor dem Ende. Christian Mühlberger spielte den Ball genau durch die Gasse. Keeper Preußer eilte aus seinem Tor, erwischte den Ball aber nicht, so dass Tosic letztlich zur umjubelten Entscheidung traf. Eching hatte sich den Sieg durch Effektivität verdient.

Werde Mannschaftsverwalter für dein Team!

Hol dir hier einen Zugang: http://statistik.fussball-vorort.de

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Buchbach macht Nägel mit Köpfen: Hanslmaier neuer sportlicher Leiter
Buchbach macht Nägel mit Köpfen: Hanslmaier neuer sportlicher Leiter
Ex-Bundesliga-Manager über neue Aufgabe: "Wollte unbedingt wieder Rasen riechen“
Ex-Bundesliga-Manager über neue Aufgabe: "Wollte unbedingt wieder Rasen riechen“
Franz Rathmann vor Wechsel in die Landesliga
Franz Rathmann vor Wechsel in die Landesliga
Beierkuhnlein: "Wollen endlich die Bayernliga-Meisterschaft holen"
Beierkuhnlein: "Wollen endlich die Bayernliga-Meisterschaft holen"

Kommentare