Pipinsried weiß um die Qualitäten von S05

Hürzeler: "Zuhause sind sie eine Macht

Fabian Hürzeler beneidet die Heimstärke der Schweinfurter FOTO: Leifer

So schnell kann’s gehen. Standen im ersten Saisondrittel die Attitüden zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem FC Pipinsried im Hinblick auf Titel- und Abstiegsrennen eindeutig fest, trennen beide Teams inzwischen nurmehr neun Zähler.

Auf dem Weg ins Willy-Sachs-Stadion – die weiteste Dienstreise für den FCP – wird das Hürzeler-Team am heutigen Samstag von einem Fanbus begleitet.

Ein wenig ist den Unterfranken die Strahlkraft abhanden gekommen. Lange sah es so aus, als könnten die Schnüdel in die Rolle des privilegierten Verfolgers der Münchner Löwen schlüpfen. Doch spätestens seit dem direkten Vergleich beider Teams im Grünwalder Stadion haben die Schweinfurter sukzessive an Boden verloren. Ist es die vermeintliche Gewissheit, dem TSV 1860 nicht dauerhaft folgen zu können, die unterbewusst einige Leistungsprozente kostet? Zuletzt konnten die 05er bei zwei Aufsteigern in Folge nicht gewinnen. „Aber zuhause sind sie eine Macht“, wiegelt Fabian Hürzeler zu hohe Erwartungen ab. „Das Gegenteil von uns“, bedauert er mit einem Schmunzeln. Bester Beleg hierfür war das Hinspiel. Daran erinnert sich Hürzeler nur ungerne. Schließlich nahm er dem Team durch seine Notbremse jegliche Siegchance. „Davor waren wir die bessere Mannschaft“, wollte der 24-Jährige nicht unerwähnt lassen. Am Ende stand ein 2:0 Erfolg des Favoriten. Inzwischen ist der Abstand zwischen beiden Klubs geschrumpft. Auf drei Siege. Doch davon lässt sich Hürzeler nicht blenden: „Wir wissen, wo wir herkommen und können das realistisch einschätzen.“ Ziel des FCP sei es nicht, den Schnüdeln auf die Pelle zu rücken. Vielmehr wäre ein stattliches Polster als Winterspeck von Nöten.

„Wir versuchen, die 30 Punkte zu erreichen“, sagt der Spielertrainer. Wie sich die Schweinfurter Inkonstanz letztlich bemerkbar macht, weiß Hürzeler freilich nicht. „Kann sich positiv oder negativ auf uns auswirken.“ Soll heißen: Trotzreaktion der Hausherren, oder weiterer Unmut der 05er-Fans. Für den Coach nicht der wichtigeste Belang. „Die Jungs sind erfahren genug, um zu wissen, was auf sie zu kommt.“ Schweinfurt verfüge über hohe individuelle Klasse und seit der Umstellung auf Profitum auch über die Option „zu marschieren“. Klar ist: Die drei jüngsten Erfolge haben beim FCP sichtbare Spuren im Plusbereich hinterlassen. „Fußball ist Kopfsache. Wenn’s läuft, traut man sich Dinge, die vorher nicht funktioniert haben“, erläutert Hürzeler. Präzise: „Erfolge kann man nicht imitieren.“

Der gelösten Stimmung bei den Übungseinheiten, soll nunmehr der nächste Coup auf fremden Plätzen folgen. Dort, wo die Pipinsrieder immerhin schon 17 ihrer insgesamt 26 Punkte eingesammelt haben. Wegducken gilt nicht. „Wir wollen in Schweinfurt punkten“; stellt Hürzeler klar. So werde man auch auftreten, zudem versuchen den Ball „in einem Konzept“ nach vorne zu tragen. Gestern sah der 24-Jährige keinen Anlass, die Startelf der Vorwoche zu verändern. Optionen böten sich ihm aber viele. Mit Ausnahme von Gilbert Diep stehen alle Mann zur Verfügung. 

Quelle: fussball-vorort.de

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