FCP euphorisch nach dem Kottern-Spiel

Dem Husarenritt folgt eine Weltreise - nach Vilzen

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Mannschaftsbild: FC Pipinsried

FC Pipinsried - Nach dem unglaublichen 4:2 gegen Kottern, bei dem ein Zwei-Tore-Rückstand in den letzten zehn Minuten eindrucksvoll gedreht wurde, geht es für den FCP nach Vilzing. Die Anreise hat es in sich.

187 Kilometer hin, 187 Kilometer zurück – der FC Pipinsried wird einen großen Teil des heutigen Samstags auf der Straße verbringen. So werden sich die Bayernliga-Fußballer aus dem Landkreis Dachau bereits am Vormittag auf den Weg in die Oberpfalz machen, damit sie vor dem Anstoß um 14 Uhr im Manfred-Zollner-Stadion noch die Gelegenheit haben, die Müdigkeit aus den Knochen zu schütteln.

Blick zurück: Was am vergangenen Wochenende in Pipinsried passiert ist, war schon fast geschichtsträchtig: Der FC Pipinsried liegt im Heimspiel gegen Kottern bis zur 83. Minute mit 0:2 hinten, da überschlagen sich in der FCP-Arena die Ereignisse. Am Ende gewinnen die Hausherren ein total verrücktes Spiel noch mit 4:2.

FCP-Präsident Konrad Höß schwärmt: „Das war schon sensationell! Beste Werbung für unsere Mannschaft und den Fußball an sich, es war unglaublich, was da in den letzten Minuten passiert ist.“ FCP-Coach Bernd Weiss ist bemüht, die Bodenhaftung nicht zu verlieren: „Wir haben das Spiel inzwischen verarbeitet und besprochen. Natürlich spricht das für die Moral der Mannschaft, aber jedem muss auch klar sein, dass da auch viel Glück mit im Spiel war. Dieses Glück müssen wir uns in den kommenden Partien wieder verdienen.“

Höß wird nicht mit nach Vilzing reisen: „Es ist auf der Sportanlage einiges zu tun, schließlich haben wir auch Jugendspiele. Aber das Team kann gelöst nach Vilzing fahren, mit Leistungen wie in den vergangenen Wochen sollte der Klassenerhalt absolut zu schaffen sein.“ Neben Höß wird auch Teammanager Roland Küspert nicht mit nach Vilzing reisen, er feiert seinen 60. Geburtstag und hofft natürlich auf ein Geschenk seiner Fußballer.

„Das wäre schon eine tolle Sache, wenn unsere Mannschaft dem Roland drei Punkte schenken würde“, so Höß. Trotz der aktuellen Euphorie versucht der FCP-Präsident, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen: „Wir sind der klare Außenseiter in Vilzing. Dort erwartet uns eine starke Mannschaft, die in den vergangenen Spielen einigen das Leben schwer gemacht hat. Mit einem Unentschieden wäre ich schon zufrieden.“

Die Vilzinger kamen am vergangenen Wochenende zu einem 2:2-Unentschieden in Erlbach, sie stehen in der Tabelle einen Platz vor dem FC Pipinsried. Allerdings weist die Mannschaft von Uli Karmann bereits fünf Punkte Vorsprung auf die Kicker aus dem Dachauer Hinterland auf. „Wenn wir in Vilzing einen Sieg einfahren könnten, würden wir uns etwas Luft auf die unteren Tabellenplätze verschaffen. Alle Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte spielen gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte, ich glaube nicht, dass viele Kellerkinder gewinnen werden“, vermutet Bernd Weiss.

Der Pipinsrieder Coach erwartet von seiner Mannschaft eine weitere Steigerung im Vergleich zum Spiel gegen Kottern: „Wir dürfen nach einem Gegentreffer nicht sofort die Ordnung verlieren. Die Mannschaft muss lernen, auch mal einen Fehler wegzustecken und konzentriert weiterzuspielen.“ Weiss rechnet in Vilzing mit einer engen Partie: „Da wird uns mit Sicherheit wieder einiges abverlangt werden. Allerdings haben wir uns, seit ich in Pipinsried bin, auswärts meist leichter getan als vor heimischem Publikum. Ich hoffe, das bleibt auch in Vilzing so.“

In der Oberpfalz muss Bernd Weiss ein letztes Mal auf den gesperrten Serge Yohoua verzichten. Auch Philip Grahammer fällt aus, er ist verletzt. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Keeper Georgios Blantis, für ihn wird voraussichtlich wieder Thomas Zieger zwischen den Pfosten stehen. Für Bernd Weiss überhaupt kein Problem: „Thomas trainiert seit zwei Monaten bei uns, er hat unser vollstes Vertrauen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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