Unsere Sportplätze

In Ingenried ist der Rasen am Sportplatz trotz Corona-Krise top

Macht auch in der Corona-Krise zuverlässig seinen Job: Der Mähroboter „Robi“ hält in Ingenried den Rasen kurz. Im Hintergrund das Vereinsheim mit dem berüchtigten Balkon.
+
Macht auch in der Corona-Krise zuverlässig seinen Job: Der Mähroboter „Robi“ hält in Ingenried den Rasen kurz. Im Hintergrund das Vereinsheim mit dem berüchtigten Balkon.

Wegen des Coronavirus sind die Sportplätze derzeit verwaist. In der Serie „Unsere Sportplätze“ bekommen sie nun doch die verdiente Aufmerksamkeit - heute: Ingenried.

Ingenried – Die Aussicht ist klasse und die Übersicht auch. Von hier oben überblickt man das gesamte Spielfeld. Der Balkon am Ingenrieder Vereinsheim bietet den Heimfans schon ein ganz besonderes Flair. „Der Balkon ist berüchtigt“, sagt Thomas Leonhart, Beisitzer der Ingenrieder Fußballabteilung. „Manche Schiedsrichter bringt er zur Weißglut, denn von hier oben sieht man Abseitsentscheidungen eben besser als auf dem Rasen.“ Wenn die Fußballer des TSV Ingenried sonntags in der A-Klasse 8 auflaufen, ist die „Fankurve“ voll. Derzeit herrscht dort jedoch gähnende Leere. Die Corona-Pandemie hat den Amateurfußball ausgebremst. Auf dem Platz hingegen ist in Ingenried trotzdem Bewegung.

„Robi“ zieht seine Kreise. „Robi“, das ist der Mähroboter, den sich die Ingenrieder im Juli 2018 angeschafft haben. 19 000 Euro kostete der Roboter in der Anschaffung, die mit Hilfe der Gemeinde und Sponsoren gestemmt wurde. „So ein Roboter ist auf jeden Fall empfehlenswert“, sagt Leonhart. „Man spart sich viel Zeit, hat kein Schnittgut übrig und ist nicht vom Wetter abhängig“, nennt der Vereinsvorsitzende, Wolfgang Szewczyk, die Vorteile von „Robi“. „Außerdem hat ,Robi‘ keine Ausgangsbeschränkung“, ergänzt er schmunzelnd. Das Ergebnis lässt sich sehen. Der Rasen in Ingenried scheint in einem satten Grün. Nur an manchen Stellen hat der Mähroboter, der kreuz und quer über den Platz fährt, Spuren hinterlassen. Denn wenn bei Frost zu kurz gemäht wird, sterben die Grashalme ab.

Vor 20 Jahren entstand das neue Ingenrieder Vereinsheim

Ein Problem ist das derzeit freilich nicht. Der Platz hat genug Zeit, sich zu erholen. Oder genauer gesagt: die zwei Plätze – einer für die Trainings und einer für die Spiele. Auch im normalen Spielbetrieb ist der Rasen allerdings nicht überlastet. Hauptsächlich wird er von den beiden Herrenteams genutzt. Dazu kommen einzelne Jugendmannschaften, wobei die größtenteils Teil einer Spielgemeinschaft sind und nur im Wechsel mit den Nachbarorten in Ingenried trainieren. Heuer hätte außerdem die Vorrunde des Merkur CUP in Ingenried stattfinden sollen. Beide Rasenplätze sind mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. „Die am Trainingsplatz reicht für Spiele aber nicht mehr aus“, sagt Thomas Leonhart.

Der Trainingsplatz war ursprünglich der einzige Sportplatz in Ingenried. Er wurde 1951 eingeweiht. Die Flutlichtanlage wurde 1973 installiert. 1995 bekamen die Ingenrieder dann ihr zweites Fußballfeld, den heutigen Hauptplatz. Da dieser in einem Hang liegt, mussten damals einige Lkw-Ladungen Erde abgetragen werden. 2000 löste das neue Vereinsheim dann die alten Kabinen ab, die aber immer noch als Ausweichmöglichkeit dienen – zum Beispiel, damit sich nicht zwei Mannschaften eine Kabine teilen müssen.

Samstags läuft die Bundesliga-Konferenz

Etwas in die Jahre gekommen, standen am Sportheim heuer eigentlich ein paar Renovierungsarbeiten an. Die liegen nun erst einmal auf Eis. Das Vereinsheim sollte für die 70-Jahr-Feier des TSV Ingenried Ende Juli aufgehübscht und frisch geweißelt werden. Doch, ob diese Feier samt kleinem Fußballturnier stattfinden darf, steht noch in den Sternen. „Die Gesundheit geht vor“, sagt Wolfgang Szewczyk.

Von hier oben genießt Wolfgang Szewczyk, der Vereinsvorsitzende, die Aussicht.

Der Vereinsvorsitzende blickt vom berüchtigten Balkon zufrieden auf das Ingenrieder Sportgelände. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt er. Ein Manko hatten die Ingenrieder vor ein paar Jahren ausgemerzt. Mit einem kleinen Spielplatz und einem Sandkasten ist auch für die kleinsten Zuschauer etwas geboten. Samstags gibt es einen Service für die älteren Fußballfans: Im Sportheim, das allein von Ehrenamtlichen betrieben wird, läuft die Bundesliga-Konferenz. „Wir wollen, dass die Leute zu uns kommen“, sagt Szewczyk. Und das scheint in Ingenried gut zu klappen.

Die Serie

Hier wird gejubelt, geflucht, geschimpft und gefeiert: Hier werden Siege errungen, Niederlagen kassiert und Freundschaften geschlossen. Auf Fußballplätzen herrscht Leben. Also ... eigentlich. Wegen des Coronavirus sind die Plätze derzeit verwaist. In der Serie „Unsere Sportplätze“ bekommen sie nun doch die verdiente Aufmerksamkeit. Wir stellen die Fußballplätze in der Region vor.

Sportplatz melden: Ihr Platz war noch nicht dabei? Dann melden Sie sich bei uns. Senden Sie uns eine E-Mail mit Ihrem Vereinsnamen sowie den Kontaktdaten eines Ansprechpartners an sport@schongauer-nachrichten.de.

Lesen Sie außerdem:

Was erwartet den EC Peiting in der kommenden Oberliga-Saison?

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare