Pullach-Coach muss sich noch Gedanken machen

Interview: Schmöller lässt Zukunft in Pullach offen

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Frank Schmöller hat noch keine Entscheidung getroffen F: Leifer

Am 2. November 2013 gab Frank Schmöller mit einem 1:1 in Sonthofen sein Debüt als Trainer des SV Pullach. Seine Bilanz kann sich wahrlich sehen lassen: 

In seiner ersten Saison, die ja nur eine halbe war, belegte der SVP Rang fünf, danach führte Schmöller die Raben zweimal auf Platz zwei und in diesem Jahr zur Meisterschaft der Bayernliga Süd. Mehr geht nicht in Pullach, denn die Verbandsauflagen für die Regionalliga sind an der Gistlstraße bekanntermaßen nicht zu erfüllen, die Suche nach einem Ausweichspielort blieb vergebens und ist wohl abgehakt. Mit unserer Zeitung sprach Schmöller, der mit seinem Team derzeit auf Rang zwei liegt, über Motivation, Handschlagverträge bei einem Glas Rotwein und das aktuelle Titelrennen.

MM: Sie sind seit vier Jahren im Amt. Werden Sie dem SV Pullach auch in der nächsten Saison erhalten bleiben?

Schmöller: Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Wenn es so weit ist, werde ich mich mit Theo Liedl (Pullachs Manager – d. Red.) in Ruhe zusammensetzen. Das Schöne ist, dass ich mich mit ihm immer offen austauschen kann. So haben wir das auch vor einem Jahr in der Winterpause gemacht, wir haben uns mit einem guten Glas Rotwein zugeprostet, haben uns die Hand gegeben und waren uns einig.

MM: Der Regionalliga-Aufstieg bleibt dem SV Pullach auf absehbare Zeit verwehrt, mit dem Bayernliga-Titel im vergangenen Sommer haben Sie hier also das Maximum erreicht. Lässt da Ihre Motivation nicht nach?

Schmöller: Von der Motivation her habe ich definitiv keine Ermüdungserscheinungen. Ich finde es sogar eine sehr spannende Aufgabe, die Titelverteidigung zu schaffen. Ich gebe aber zu, dass es anstrengend ist, den Druck bei der Mannschaft hochzuhalten. Denn natürlich nimmt es der eine oder andere vielleicht mal lockerer, wenn du nicht aufsteigen kannst. Aber die Mannschaft nimmt die Situation insgesamt bisher hervorragend an. Und weitere Ziele können ja auch innerhalb des Vereins vorgegeben werden, das ist immer eine Frage der Betrachtungsweise.

MM: Hätten Sie aber nicht Lust, einmal wieder einen Regionalligisten zu übernehmen?

Schmöller: Darüber, in welcher Liga ich gerne trainieren würde, habe ich mir wirklich noch keine Gedanken gemacht, denn das hieße ja, ich hätte mit dem SV Pullach schon abgeschlossen. Es ist aber weder eine Entscheidung pro noch gegen Pullach gefallen.

MM: Zurück zur Gegenwart: Der SV Heimstetten hat ihnen kürzlich durch ein 3:0 im direkten Duell die Tabellenführung abgejagt, ist überhaupt stark im Aufwind. Ihre Mannschaft hat dagegen immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen. Kommt Ihnen die baldige Winterpause gelegen?

Schmöller: Es stimmt: Heimstetten hat gerade einen richtigen Lauf. Aber ich glaube, dass nicht nur Heimstetten unser Konkurrent ist. Uns tut es außerdem gut, nur auf uns zu schauen. Wir haben noch vier schwere Spiele vor uns. Und, ganz ehrlich: Für uns ist es definitiv Zeit, in die Winterpause zu kommen.

Quelle: fussball-vorort.de

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