Interview mit SpVgg-Neuzugang Marc Nygaard: „Augenthaler als Trainer: Das ist eine Ehre“

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„Es kann alles passieren“, Aufstieg inklusive: Marc Nygaard (l.) neuer Stürmer der SpVgg Unterhaching, strebt mit dem Drittligisten nach Höherem.

Unterhaching - Er soll die verhängnisvolle Torflaute im Sturm der SpVgg Unterhaching beenden: Der Däne Marc Nygaard (33), gerade für zwei Jahre verpflichtet und mit der Erfahrung von 295 Spielen in fünf europäischen Ligen auf der Visitenkarte.

Heute feiert der Hüne (1,96 Meter) gegen Rot-Weiß Erfurt (14 Uhr) sein Debüt. Seine Ziele verriet er vorab im Interview.

Herr Nygaard, was heißt eigentlich „Tore“ auf Dänisch?

Mål. Das ist Einzahl und Mehrzahl.

Die Erwartungen an Sie sind hoch. Man erwartet die Mehrzahl, also viele Tore von Ihnen. Druck für Sie?

Dass man Tore erwartet, ist ja klar. In vier Spielen gab es noch keins und ich bin Stürmer. Druck ist das zwar schon, aber der ist gut für mich und macht mich noch stärker. Ich bin hier, um zu helfen, auch mit Toren. Aber das wichtigste ist, dass wir gewinnen und in der Tabelle nach oben kommen.

Sie haben in den Ersten Ligen in Holland, Italien, England, Belgien und Dänemark gespielt. Warum jetzt Unterhaching?

Ich wollte immer schon mal nach Deutschland, das ist eine große Fußballnation. Ich bin in Dänemark großgeworden und habe immer nach Deutschland geschaut. Von München habe ich viel gehört, und von Unterhaching war ich gleich angetan. Das ist ein Verein mit großen Ambitionen.

In Ihrer Heimat waren Sie zuletzt zwei Jahre bei Randers FC erfolgreich. Warum wollten Sie wieder weg?

Ich habe Dänemark mit 18 verlassen und war 13 Jahre weg. Dass ich jetzt zwei Jahre in meiner Heimat Erste Liga gespielt habe, war gut. Aber irgendwie hat es mich wieder weggezogen, im Ausland fühle ich mich wohler.

Zurück zu den großen Ambitionen. Welche haben Sie persönlich?

Ich bin ein positiver Mensch und habe immer große Ambitionen. Es kann mit Unterhaching alles passieren, auch dass es mit dem Aufstieg klappt. Wir müssen vor allem alle daran glauben, das ist das wichtigste. In die Zweite Liga zu kommen, ist mein Ziel.

War auch der Trainer mit entscheidend, dass Sie nach Unterhaching gewechselt sind?

Ja, klar. Klaus Augenthaler ist ein großer Name, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. So einen erfahrenen Mann als Trainer zu bekommen, ist eine Ehre.

Im Training hat man den Eindruck bekommen, dass Sie mit Gardar Gunnlaugsson bestens harmonieren. Ein neuer Traumsturm?

Ja, das hat wirklich vom ersten Tag an auf dem Platz gestimmt. Wir ergänzen uns gut und verstehen uns. Aber wir kennen uns erst eine Woche, das wird noch besser.

Wie verstehen Sie eigentlich Ihre Mitspieler?

Mit Gardar spreche ich Englisch, aber die wichtigsten Fußballbegriffe kann ich schon auf Deutsch. Das ist nie ein Problem. Ich habe in meiner Karriere schon einige Sprachen gelernt, das wird mit Deutsch auch schon sehr bald klappen.

Der Trainer hat fast mit Hochachtung von Ihnen gesprochen, weil Sie sich mit einem Privattrainer fitgehalten haben.

Das mache ich eigentlich immer. Er ist ein Freund der Familie, mit dem ich auch im Urlaub ein Fitnessprogramm absolviere. Körperlich fit zu sein, ist schließlich mein Beruf. Da bin ich sehr professionell, ich passe auf meinen Körper gut auf.

Das Gespräch führte Christian Amberg .

Quelle: fussball-vorort.de

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