Irre: Heimstetten überrollt Hankofen-Hailing

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Glückwunsch: Orhan Akkurt (rechts) gratuliert Valentin De La Motte, der das 2:0 erzielt.

SV Heimstetten - Plötzlich setzt Markus Aigner zum Sprint an – einmal quer über den Platz. Der Schiedsrichter hat die zweite Hälfte dieses Bayernligaspiels des SV Heimstetten gegen die SpVgg Hankofen-Hailing zwar noch gar nicht angepfiffen.

Und doch spurtet der SVH-Torwart in die eigene Hälfte, als wolle er sich endlich auch mal austoben. Denn der Pausensprint  ist Aigners einzige Anstrengung bis hierhin gewesen – zu einseitig ist diese Partie, zu überlegen der SV Heimstetten, zu schwach die Gäste. In Zahlen ausgedrückt: Mit 4:0 gewinnt der Absteiger gestern auch sein zweites Saisonspiel und bleibt dadurch an der Tabellenspitze.

„Gerade die erste Hälfte war richtig stark“, lobt Trainer Heiko Baumgärtner. „Nach der Pause haben wir dann schon ein wenig unsere Kräfte geschont für Samstag.“ Vor der überschaubaren Kulisse von vielleicht 200 Zuschauern muss Baumgärtner seine Startelf im Vergleich zum 2:0-Auftaktsieg in Ruhmannsfelden auf zwei Positionen ändern: Für die verletzten Lukas Riglewski und Daniel Steimel rücken Manuel Duhnke und Neuzugang Özgür Sütlü ins Mittelfeld. Deutlich mehr als die Aufstellung sorgen derweil die Heimstettner Trikots für Gesprächsstoff bei den Fans: blütenweiß und ohne Sponsor auf der Brust. Die SVH-Kicker freilich fühlen sich in den Leibchen offenbar mehr als wohl: Vom Anpfiff weg spielen sie munter nach vorne und ihre Gegner phasenweise schwindlig. Bei den Niederbayern hingegen hat man mitunter das Gefühl, sie würden geblendet vom gleißenden Weiß der Trikots.

So schieben sie den Ball im ersten Durchgang wahlweise zum Gegner oder ins Niemandsland – und nur im Ausnahmefall zum Mitspieler. Und so geschieht, was geschehen muss: Nach fünf Minuten zirkelt Maximilian Hintermaier eine Flanke zu Sütlü, der aus kurzer Distanz zum 1:0 vollstreckt. Der dritte Saisontreffer des Absteigers – zum dritten Mal durch einen Neuzugang. Eine Viertelstunde später trägt sich dann erstmals ein altbekanntes Gesicht in die Torschützenliste ein: Valentin De La Motte überwindet per Zeitlupen-Kopfball den verdutzten Keeper – das 2:0 nach 20 Minuten in einer Partie, die mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.

Und einen stärkeren Gegner. Ach ja: Einen dritten Treffer gibt’s noch vor der Pause. Nach einem famosen Pass des starken Sütlü schaufelt Sebastiano Nappo das Leder ins Netz. In Halbzeit zwei tut Heimstetten nicht mehr als nötig, während die Gäste – anders als zuvor – sich immerhin genötigt sehen, ein wenig für die Offensive zu tun. So darf SVH-Torwart Aigner zumindest hier und da mal eingreifen, ehe Clemens Kubina den 4:0-Endstand besorgt.

Quelle: fussball-vorort.de

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