Jahresrückblick: Ausbildungsvereinigung Unterhaching

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Kann zufrieden sein: das Unterhachinger Trainer-Duo Manuel Baum (l.) und Claus Schromm.

SpVgg Unterhaching - Von Rang fünf der Dritten Liga mit Aufstiegsplatz zwei in Reichweite startete die SpVgg Unterhaching ins Jahr 2013, auf Rang zehn mit nur vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beendet sie es.

Eine Trendwende nach unten belegt das zwar nicht, in aller Euphorie über starke Leistungen und tolle Entwicklungen waren aber im abgelaufenen Jahr durchaus auch sportliche Rückschläge zu verzeichnen. Dass sich im Sommer wieder eine ganze Handvoll Leistungsträger verabschiedete und die Mannschaft zwangsweise weiter verjüngt wurde, war abzusehen. Das Modell der Nachwuchsförderung und der regionalen Komponenten im Team trieb die SpVgg voran. Erfolge blieben nicht aus, 2013 wurden fünf Unterhachinger in DFBNachwuchs- Nationalteams berufen. Alexander Hack und Janik Haberer kamen zu ihren ersten Länderspielen.

Der niedrigste Etat aller 20 Teams sowie das zweitjüngste Durchschnittsalter – sowohl in der vergangenen als auch in der laufenden Spielzeit – brachten aber auch extreme Schwankungen. Dem fünften Rang zum Jahreswechsel folgte in der Rückrunde eine Serie von fünf Niederlagen in Folge – negativer Klubrekord. Nur noch drei Siege gab’s bis Saisonschluss. Am Ende Rang neun bei 13 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Saisonziel klar erreicht. Furios startete Haching als wieder genannter „Absteiger Nummer eins“ in die neue Saison, feierte zwischendurch vier Siege in Folge. Nach dem 4:0 über den VfB Stuttgart II im November winkte die Hachinger No-Name- Kombo sogar von Aufstiegsplatz drei der teils finanzkräftigen und routinierten Konkurrenz. Um anschließend fünf Spiele ohne Sieg bei vier Niederlagen zu betrauern und mit dem 0:4 gegen Regensburg, der höchsten Niederlage seit Mai 2011, einen negativen Schlusspunkt zu setzen.

Trauer um Ex-Trainer Wolfgang Frank

Dass eventuell doch akuter Abstiegskampf auf die Tagesordnung zurückkehrt, ist möglich. Bei Teil zwei der Vereinsziele ist man einen Schritt weiter. Das neue Präsidium konnte die Finanzen stabilsieren und bei den Hauptversammlungen im Februar und November einen Aufwärtstrend vermelden. Der geriet durch einen sportlichen Betriebsunfall im April ins Stocken, als die SpVgg bei Bayernligist Hof aus dem Toto- Cup ausschied und damit die DFB-Pokal-Hauptrunde sowie garantierte 100 000 Euro verpasste.

Immerhin stieg mit Bonbon-Hersteller Alpenbauer nach zwei Jahren ein neuer Hauptsponsor ein. Im September verabschiedete sich Urgestein Wolfgang Binderberger (57) nach 25 Jahren als Betreuer vom Verein. Im gleichen Monat gab es einen noch traurigeren Abschied: Ex-Trainer Wolfgang Frank, der Haching nach dem Sturz in die Regionalliga 2002 zurück ins Profigeschäft geführt hatte, starb im Alter von 62 Jahren.

Quelle: fussball-vorort.de

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