Auswärtsspiel in Nord-Lerchenau

TSV Jetzendorf: Keine Angst vor großen Namen

Eine Bank im Jetzendorfer Mittelfeld: Co-Spielertrainer Markus Pöllner.
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Eine Bank im Jetzendorfer Mittelfeld: Co-Spielertrainer Markus Pöllner.

Der TSV Jetzendorf ist mit einem 2:0 gut in die neue Saison gestartet. Diese Euphorie nimmt man vor allem ins nächste Spiel gegen Ex-Profi Lappe mit. Man will sich nicht verstecken.

Jetzendorf – Der TSV Jetzendorf spielt am Sonntag um 14.30 Uhr beim SV Nord Lerchenau. Den Münchnern gelang der Transfercoup des Sommers in der Bezirksliga Nord: Karl-Heinz Lappe kehrte zu seinem Heimatverein zurück. Das 1:1 des SVN in Eichstätt beendete der ehemalige Zweitliga-Stürmer ohne Treffer.

Karl-Heinz-Lappe: Dreimal 2.Liga für den FCI

Wenn ein Spieler bei einem Wechsel in die Regionalliga Bayern als „Stareinkauf“ präsentiert wird, welches Superlativ trifft dann bei einem Wechsel in die Bezirksliga zu? Einen Spieler wie Lappe hat die Nord-Staffel selten gesehen. Der 33-jährige Mittelstürmer hat drei Zweitliga-Spielzeiten auf dem Buckel – alle für den FC Ingolstadt. Zum Bundesliga-Aufstieg des FCI im Jahr 2015 steuerte Lappe in 14 Einsätzen einen Treffer bei. Das Oberhaus erlebte er nicht als Spieler, in der Regionalliga trumpfte er groß auf: Für den FC Bayern II und die zweite Garnitur des FSV Mainz traf er zwischen 2015 und 2019 in vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten zweistellig. Insgesamt waren es in diesem Zeitraum 62 Tore in 125 Spielen – ein Topwert.

Lappe: „Für mich schließt sich der Kreis.“

Über Türkgücü München und den TSV Buchbach landete das 1,75 Meter große Kraftpaket im Sommer 2021 dort, wo seine Karriere startete: in der Lerchenau im Norden Münchens. „Ich freue mich sehr, dass ich zu meinem Heimatverein zurückkehre, für mich schließt sich nun der Kreis“, erklärte Lappe in einem Social-Media-Post des SVN. „Vor allem freue ich mich sehr auf das neue Vereinsgelände in der Nachbarschaft und hoffe auf viele Tore und Assists für meinen Heimatverein in der Bezirksliga Nord.“

Schäffler: „Auch mal feiern.“

Für die gegnerischen Verteidiger ist Lappe eine Herausforderung. Dass ein Name aber keine Spiele gewinnt, zeigte das Auftaktspiel beim VfB Eichstätt II. Der SVN holte als Aufsteiger einen Punkt, nutzte aber eine 45-minütige Überzahl nicht aus. Lappe blieb in 90 Minuten ohne große Aktion. „Das kann gerne so weitergehen“, sagt Alexander Schäffler, der Spielertrainer des TSV Jetzendorf. Schäffler hat keine Angst vor Lappe, er weiß um die Stärken seiner Mannschaft. Die Grün-Weißen starteten mit einem 2:0-Erfolg gegen Pfaffenhofen in die Runde. Ihren ersten Saisonsieg haben die Jetzendorfer voll ausgekostet. „Das war schon etwas Besonderes. Nach so langer Zeit wieder um Punkte zu spielen, und dann ein Derby mit so vielen Zuschauern, keiner wusste, wo er steht – da darf man auch mal feiern“, schwärmte Schäffler.

TSV Jetzendorf: Kampf hat Wunden verursacht

Seine Mannschaft zeigte gegen einen der Aufstiegsfavoriten eine starke Leistung. Auch, weil die Spieler an die Leistungsgrenze gingen. „Es war unfassbar intensiv“, sagte Schäffler. Das wurde ihm in der vergangenen Woche noch einmal bewusst. „Der ein oder andere hat Blessuren davongetragen und musste aussetzen. Wir hatten schon mal eine höhere Trainingsbeteiligung“, so der TSV-Trainer. Wlad Beiz gehört zu den angeschlagenen Spielern. Max Kreitmair musste gegen Pfaffenhofen zur Halbzeitpause wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. „Wir werden kurzfristig entscheiden, ob ein Einsatz Sinn macht“, so Schäffler. Leon Grauvogl wird sicher fehlen. Der Mittelfeldspieler hat sich in den Urlaub verabschiedet.

„Immer wenn Spieler fehlen, haben andere die Chance, sich zu beweisen. Das ist auch am Sonntag so“, erklärt Schäffler. Sein Ziel: „Wir wollen nicht ohne Punkte heimfahren. Und mit der Pfaffenhofen-Leistung können wir gegen jeden Gegner gewinnen.“

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