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„Jetzt haben wir alles selbst in der Hand“: VfB Hallbergmoos startet selbstbewusst in die Relegation

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Von: Nico Bauer

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Spielszene mit Christoph Mömkes (am Ball).
Mit unbändigem Selbstvertrauen starten Christoph Mömkes (am Ball) um Co. in die erste Relegationsrunde. Vier Spiele trennen die Hallberger vom Erhalt der Bayernliga – und damit dem größten Erfolg der Vereinshistorie. © Riedel

Der VfB Hallbergmoos will in der Relegation die erste Hürde zum Klassenerhalt nehmen – und lässt sich auch von Regensburgs Superserie nicht schrecken.

Hallbergmoos – In den vergangenen Wochen war der VfB Hallbergmoos in der Bayernliga Süd eine große Nummer. Doch nun, in der Relegation, muss das Team noch viermal liefern, um weiter Bayernligist bleiben zu dürfen. Am Mittwoch (19 Uhr) startet der VfB beim SV Fortuna Regensburg in die Wochen der Wahrheit. Und der Optimismus in Hallbergmoos ist riesig, nach dem Rückspiel am Samstag (16 Uhr) die Relegationsendspiele gegen den TSV Neudrossenfeld oder den SV Seligenporten bestreiten zu dürfen.

Für Trainer Matthias Strohmaier ist diese Relegationspartie irgendwie surreal: „Regensburg müsste mit seinen 86 Punkten eigentlich direkt aufsteigen. Und es ist genauso ein Wahnsinn, dass wir nach 30 Zählern in der Rückrunde noch Relegation spielen müssen.“ Mit seiner Mannschaft nimmt Strohmaier die Favoritenrolle an – er verkörpert das „Mia san Mia“, das er seit seiner Zeit beim FC Bayern II im Blut hat. Ein Scheitern in der Relegation? Damit beschäftigt er sich nicht wirklich.

Fortuna Regensburg seit 17. August 2021 in Pflichtspielen ungeschlagen

Sehr wohl beschäftigt haben sich die VfB-Fußballer natürlich mit dem SV Fortuna Regensburg – „und da haben wir eine kleine Informationsflutwelle ausgelöst“. Strohmaier und andere Hallberger haben fleißig ihre Netzwerke angekurbelt und etwas Video geschaut. Dabei dürfte man erkannt haben, dass die Regensburger die wohl höchste Hürde in der Relegationsgruppe sind, in der vier Mannschaften einen Platz in der Bayernliga ausspielen. Die Oberpfälzer haben ihr letztes Pflichtspiel am 17. August 2021 verloren (1:2 gegen Hauzenberg) – danach blieb das Team in 28 Partien in der Landesliga Mitte ungeschlagen (24 Siege). Am Saisonende standen 98 geschossene Tore in der Bilanz. Da Fortuna gegen die SpVgg Weiden aber eine Niederlage und ein Remis zu verzeichnen hatte, wurde Regensburg wegen des direkten Vergleichs Zweiter. Auch wenn die Landesliga Mitte in der Breite nicht so stark wie die Südost-Staffel einzuschätzen ist, sind das allemal beeindruckende Zahlen.

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„Die haben eine starke Offensive und vorne so richtige kleine Zocker“, betont Strohmaier, der sich als Innenverteidiger schon auf die Challenge freut. Da auch Andreas Giglberger wieder einsatzbereit ist, hat der VfB die volle Auswahl in Sachen Personal und Formation. Dreier- oder Viererkette? Beim VfB ist beides möglich.

Strohmaier: „Dann redet man noch Jahre später über diese Saison.“

„Bei uns freut sich jeder auf diese zwei Wochen Relegation“, sagt Strohmaier. „Denn jetzt haben wir alles selbst in der Hand. Wir müssen nicht mehr nach Wasserburg oder sonst wohin schauen.“ Seine Truppe habe riesiges Selbstvertrauen. Die Verantwortlichen wissen um die enormen Leistungssprünge, die dem VfB („Da waren wir die Lachnummer der Bayernliga“) kaum jemand zugetraut hat. Auch das sollte Motivation genug sein, die sensationelle Aufholjagd zu krönen. „Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, ist das der größte Erfolg der Vereinsgeschichte“, sagt Strohmaier. „Dann redet man noch Jahre später über diese Saison.“

Selbst das Thema Druck lächelt der Coach weg und gibt seinen Nebenleuten vor Betreten des kleinen, engen Platzes in Regensburg mit auf den Weg, „dass Relegation einfach geil ist. Für solche Matches spielen wir Fußball“. Vor den Spielen mit alter Europapokal-Regel (bei Punkt- und Torgleichheit zählen Auswärtstore doppelt) eiert er nicht lange herum: „Wir fahren da hin, um zu gewinnen. Fertig.“

Mögliche Aufstellung:
VfB Hallbergmoos: Dinkel – Petschner, Strohmaier, Mömkes (Giglberger), Mühlrath – Kostorz, Beetz (Küttner), Sahin – Schmit, Diranko, Werner (Krause).

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