"Jetzt wird es ganz, ganz schwer"

- Ohlstadt - Stefan Schwinghammer zeigte sich stocksauer. Ohlstadts Trainer wurmte nicht nur die 1:3 (1:2)-Niederlage gegen den TSV Herrsching an sich, sondern vor allem die Art und Weise, wie sie zustande gekommen war. "Unser Defensivverhalten ist zur Zeit jenseits von Gut und Böse", kritisierte der Trainer. "Gerade die Abwehr - sonst unser Paradestück - ist nicht mehr wiederzuerkennen."

Dabei hatten sich die Spieler des abstiegsbedrohten SVO so viel vorgenommen. Galt es doch, die 0:5-Schlappe aus der Vorwoche in Olching gut zu machen. Und in der Tat: Durchaus sehenswerte Angriffe brachte Ohlstadt in der Anfangsphase zustande. Doch dann passierte gerade das, was Schwinghammer derzeit so schwer im Magen liegt. Aus einer völlig harmlosen Situation heraus kamen die Gäste zur 1:0-Führung (15.). Nach einer Unachtsamkeit im Mittelfeld konnte Timmi Vornberger seinen Mannschaftskameraden Matthias Kolbe in Szene setzen. Dessen satter Rechtschuss landete flach links im langen Eck.<BR><BR>Praktisch im Gegenzug hatte Markus Reißl die Riesen-Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen; er scheiterte jedoch am herausstürzenden Herrschinger Torhüter Michael Schubert. Wie man es besser macht, wurde dem SVO nur drei Minuten später aufgezeigt. Der Torschütze zum 2:0 war Sascha Englisch, der aus zehn Metern freistehend verwerten konnte (19.).<BR><BR>Als Glücksgriff für die Gastgeber erwies sich anschließend die Einwechslung von Michael Reißl. Er war gerade drei Minuten im Spiel, als er von Michael Hüttinger nur durch ein Foul zu stoppen war. Und da dies im Strafraum geschah, zeigte der Unparteiische Matthias Zacher auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich Ohlstadts Kapitän Markus Müller nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:2-Anschlusstreffer (38.). Herrsching war von da an total von der Rolle, konnte das 2:1 jedoch mit viel Glück in die Halbzeitpause retten.<BR><BR>Im zweiten Spielabschnitt drängten die Platzherren vehement auf den Ausgleich, ließen aber selbst hochkarätige Chancen ungenutzt. Herrsching hingegen verlagerte sich voll aufs Kontern und sorgte so in der 81. Spielminute für die Entscheidung. Vornberger, den Ohlstadt nie in den Griff bekam, enteilte dem gerade erst eingewechselten Anton Fischer und bediente den mitgelaufenen und von Franz Wittig völlig allein gelassenen Raimund Gastl, der den Ball nur noch über die Torlinie zu drücken brauchte.<BR><BR>"Jetzt wird es ganz, ganz schwer in Sachen Klassenerhalt", räumte Schwinghammer ein. Das einzig Positive des Sonntags waren die Ehrungen vor der Partie für Andreas Frombeck und Franz Wittig, die je 200 Einsätze im Trikot des SVO absolvierten.<BR>

Quelle: Merkur.de

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