Der 25-Jährige im Interview!

Jevtic: „Ich bleibe, wenn Sie mich behalten wollen"

Dusan Jevtić spricht im Interview auch über seine Zukunft. Foto: Michael Buchholz

In der Winterpause verpflichtete der TSV Buchbach drei Spieler. Einer davon war Dušan Jevti?. Der 25-jährige war bis dahin vereinslos und will nun beim TSV Buchbach helfen, die Klasse auf direktem Weg zu halten. Der flinke Außenbahnspieler wurde beim TSV 1860 München ausgebildet und durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften.

Jevti? wechselte anschließend zum MSV Duisburg, kam dort aber fast ausschließlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Über Stationen in Bosnien und Schweden landete der Deutsch-Serbe bei den Rot-Weißen. Im Interview spricht Dušan Jevti? über seine Ex-Klubs, den Abstiegskampf und seine sportliche Zukunft.

Hallo Dušan! Kurz vor Transferschluss hast du einen Vertrag beim TSV Buchbach bis Saisonende unterschrieben. Wie wurdest du aufgenommen und wie gefällt es dir bisher hier?

Ein paar von den Jungs hier kannte ich bereits von früher und die anderen haben mich super aufgenommen. Es fiel mir also ziemlich leicht mich einzufinden. Mir gefällt es bisher echt super; ich bin positiv überrascht.

Ausgebildet wurdest du bei den Münchner Löwen. Anschließend ging es für dich zum MSV Duisburg. Dort sollte der Durchbruch aber nicht wirklich gelingen. Woran lag es?

Ich war noch zu jung und einfach mental noch nicht soweit. Ich dachte ich hätte es schon geschafft und hab mich dementsprechend benommen. Das war natürlich im Nachhinein betrachtet absoluter Schwachsinn. Aber so läuft das halt, wenn man jung und unerfahren ist. Ich würde jetzt alles anders machen!

Fast drei Jahre warst du daraufhin in Bosnien und Schweden als Profi unterwegs. Doch auch hier wurdest du nirgendwo heimisch. Hatte das bestimmte Gründe?

Ich habe das in Interviews schon öfter gesagt, aber ich wiederhole mich gerne. Deutschland ist das beste Land der Welt! Wenn du hier aufgewachsen bist und die deutsche Mentalität in dir trägst, ist es schwer im Ausland klar zu kommen. Egal wo ich war, ob in Schweden oder Bosnien, habe ich mich einfach unwohl gefühlt und hatte großes Heimweh. Deswegen konnte ich mich am Ende nirgends festsetzen. Ich hatte zwar überall zwei bis drei Jahre Vertrag, doch diesen habe ich fast überall nach 6-8 Monaten wieder aufgelöst. Die fremden Mentalitäten und die Entfernungen zu Freunden und Familie waren einfach zu groß.

Bisher warst du rein im Profigeschäft des Fußballs unterwegs. Ist nun mit deinem Wechsel nach Buchbach das Kapitel Profifußball für dich beendet?

Im Fußball weiß man nie was passiert. Ich würde niemals sagen, dass das Kapitel Profifußball für mich beendet ist, aber der TSV Buchbach steht bei mir aktuell an erster Stelle und solange ich nichts Anderes habe, werde ich bei den Rot-Weißen bleiben. Vorausgesetzt der TSV will mich weiterhin behalten (grinst).

Ich lebe und liebe den Fußball aber auch, weswegen ich nie endgültig mit dem Profifußball abschließen kann. Mit 28 oder 29 Jahre vielleicht, aber jetzt definitiv noch nicht.

„Ich bleibe, wenn Sie mich behalten wollen!"

In einem früheren Interview mit dem Merkur hast du schon angedeutet zurück nach Deutschland zu wollen. Nach einem halben Jahr ohne Klub kamst du nun zum TSV Buchbach. Wie kam der Wechsel zustande?

Das ist richtig. Aleksandro Petrovic und ich haben uns in der Winterpause getroffen. Er hat mich gefragt was für Pläne ich denn hätte und ob ich es mir nicht vorstellen könnte für Buchbach zu spielen. „Sandro“ und ich kennen uns noch vom Bolzplatz; wir waren schon als Kinder und Jugendliche zusammen. Ich musste nicht lange über die Worte bzw. das Angebot von ihm nachdenken.

Als Edeltechniker angepriesen findest du dich bei einem Dorfverein wieder, der nicht gerade für schönen Fußball bekannt ist. Hast du lange für die fußballerische Eingewöhnung gebraucht?

Ich versuche mit meinen Qualitäten der Mannschaft zu helfen. Am Ende muss ich mich der Mannschaft anpassen und da gehört Laufbereitschaft, Wille und Kampf einfach dazu. Ab und zu hilft dann meine Technik zusätzlich, aber ich hatte keine wirklichen Probleme mich einzugewöhnen.

Der TSV Buchbach durchlebt aktuell eine seiner härtesten Phasen.  Vier Spiele vor Schluss sind es nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wo steht der TSV am Ende und warum?

Die Regionalliga Bayern wäre nicht mehr dasselbe ohne den TSV Buchbach. Hier ist immer eine geile Stimmung und hier sind immer mitreißende Spiele. So ein Verein darf in dieser Liga einfach nicht fehlen!

Wir werden es am Ende schaffen, weil wir einfach eine geschlossene und zusammenhaltende Truppe sind. Jeder kämpft für den Anderen! Das fängt bei den Funktionären an und hört bei den verletzten Spielern auf. Jeder ist jedes Spiel dabei, steht davor und danach mit im Kreis und fiebert in jeder Sekunde mit. Das ist ein unglaubliches familiäres Gefühl und diese Familie hält einfach zusammen. Wir haben aber auch Qualität in der Mannschaft und auch deshalb werden wir es am Ende schaffen!

Zum Ende der Spielzeit läuft dein Vertrag in Buchbach aus. Wie weit ist deine persönliche Planung? Spielt die Ligazugehörigkeit dabei eine Rolle?

Ich bin in Buchbach glücklich und werde höchstwahrscheinlich meinen Vertrag hier verlängern. Klar spielt die Liga eine Rolle, aber mir geht es hier gut und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die Liga halten werden.

Vielen Dank!

Das Interview führte Thomas Huber

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“

Kommentare