Der SV Raisting-Spieler laborierte an einem Kreuzbandriss, der Komplikationen mit sich brachte

Johannes Franz nach drei Jahren Verletzung vor Comeback

Ab sofort wieder im Training Johannes Franz.
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Ab sofort wieder im Training Johannes Franz.

Drei Jahre und zwei Operationen nach seinem Kreuzbandriss steht Johannes Franz vom SV Raisting unmittelbar vor seinem Comeback.

VON ROLAND HALMEL

Raisting – Pylonen umspielen, Passübungen und Schusstraining – das schaut auf den ersten Blick alles nach einem normalen Fußballtraining aus. Der Eindruck täuscht jedoch ein wenig. „Normal“ bedeutet in Corona-Zeiten Training in Kleingruppen mit bis zu vier Mann plus einem Trainer unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. „Das funktioniert aber recht gut“, berichtet Johannes Franz. Der Trainer des Bezirksligisten SV Raisting ist mit seiner Mannschaft vor zwei Wochen wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen.

Max Stöckl:  „Die Jungs haben alle Lust, den Ball wieder an den Füßen zu haben“

Dabei absolvierten die SVR-Kicker jedoch pro Woche nur eine einzige Übungseinheit. „Die Jungs haben alle Lust, den Ball wieder an den Füßen zu haben“, sagt Co-Trainer Max Stöckl. 13, 14 Mann fanden sich zum Training auf dem Sportgelände an der Wielenbacher Straße ein. „Das ist in Ordnung bei unserem kleinen Kader von nur 18 Leuten“, so Franz, der mit seinen Mannen Kraftausdauer, Technik und Torschuss übt. Die vier Stationen sind über das komplette Fußballfeld verteilt. „Wir können alles bis auf Spielformen trainieren und machen praktisch alles mit Ball“, berichtet der SVR-Coach. Zusammen mit Stöckl achtet er genau darauf, dass sich seine Spieler, die jeweils fest einer Kleingruppe zugeteilt sind, nicht zu nahe kommen. „Wir passen da schon auf“, sagt Franz. „Die Mannschaft ist aber auch entsprechend sensibilisiert“, ergänzt Stöckl, der den Spielern einen verantwortungsvollen Umgang mit den geltenden Regeln attestiert, auch wenn es für einige ungewohnt ist, bereits fertig umgezogen zum Training zu erscheinen und ohne Dusche nach getaner Arbeit den Heimweg antreten zu müssen.

Franz ist nach drei Jahren Verletzung zurück

Einen positiven Aspekt hat die lange Corona-Zwangspause für die Raistinger allerdings auch: Franz ist wieder spielfähig. Drei Jahre war er wegen eines Kreuzbandrisses, der aufgrund von Komplikationen zweimal operiert werden musste, außer Gefecht. „Ich kann alles machen, nur fehlt mir noch die Zweikampfhärte“, berichtet der 25-Jährige. Das könnte nun also bedeuten, dass er die Mannschaft beim geplanten Neustart im September auch auf dem Platz unterstützen wird.

Das Kleingruppentraining gehört indessen ab der nächsten Woche schon wieder der Vergangenheit an. Ab kommenden Montag, 8. Juni, gibt es auf dem Weg aus der Coronakrise die nächsten Lockerungen. Die Vereine dürfen dann mit 19 Spielern plus dem Trainer gemeinsam trainieren.

Quelle: Merkur.de

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