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Joker Marinkovic soll stechen

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Von: Andreas Mayr

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Michael Marinkovic im Unterföhringer Trikot bei einem Zweikampf.
Ball im Blick: Wie zuletzt bei Unterföhring soll Michael Marinkovic beim TSV Murnau auf Torejagd gehen. © Förtsch

Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz: TSV Murnau will Rang zwei verteidigen, Habach seine Minimalchance bewahren.

Habach/Murnau – Das große Endspiel, das es werden sollte, ist Geschichte. Dafür haben die Habacher höchst selbst mit ihrer Niederlage gegen Deisenhofen gesorgt. Und doch geht es im Duell zwischen Habach und Murnau am Sonntag (15 Uhr) um nicht weniger als den Relegationsplatz zur Bezirksliga. Wir beantworten die wichtigsten Fragen vor dem Derby.

Wie stehen die Chancen beider Teams auf Platz zwei?

Uli Feigl hat die Realität akzeptiert. „Zu 80 Prozent wird das nichts“, sagt der Fußballerchef beim ASV. Mit dem 0:2 gegen den Spitzenreiter vor zwei Wochen hat Habach die Kontrolle verloren, ist nun von Patzern der Konkurrenz abhängig. Der TSV und Lenggries müssten am letzten Spieltag ausrutschen, damit Habach überhaupt noch eine Chance auf die Relegation hat. Murnaus Trainer Tim Schmid sieht das Aufstiegsrennen für sein Team deutlich offener. „Von Platz eins bis vier ist alles möglich.“ Wobei Murnau ein ordentliches Blatt in der Hand hält: Vier Punkte aus den letzten beiden Partien reichen, um in die Relegation einzuziehen.

Wer steht mehr unter Druck?

Das liegt im Auge des Betrachters. In Habach finden sie: „Die Anspannung in Murnau wird größer sein“, zeigt sich Feigl überzeugt. Mit Lenggries und dem ASV jagen gleich zwei Verfolger den einst souveränen Tabellenführer. Zuletzt wankte der TSV beim 1:1 gegen Peißenberg. Die Murnauer hingegen sehen den Druck bei den Ausrichtern. „Für Habach ist das die letzte Chance. Ein Unentschieden bringt nichts“, betont Tim Schmid. Murnau würde ein Zähler reichen.

Wie hat Murnau das 1:1 gegen Peißenberg verkraftet?

Gut, glaubt man Schmid. Ihren Frust kanalisierten die jungen Kicker mal wieder in zwei erstklassige Einheiten am Montag und Dienstag. Der Trainer betont: „Es ist nichts außergewöhnliches passiert.“ An der Ausgangslage ändert sich nichts. Murnau muss gewinnen, um auf Nummer sicher zu gehen. Dieser Druck alleine sorgt für eine gewisse Anspannung. „Das merke ich an mir selbst.“

Hat die Deisenhofen-Niederlage Habach ausgeknockt?

Ganz klar nein. Gott sei dank dauere es nie lange, bis sich die Habacher von Rückschlägen erholen, meint Feigl. Seine Fußballer sind erprobte Stehaufmännchen. „Nach zwei, drei Stunden war das wieder verraucht“, betont der Abteilungsleiter. Schon in Sauerlach beim 8:5 hat man die Moral gespürt. „Genau dieses Auftreten erwarte ich am Sonntag von jedem.“

Was spricht für Murnau?

Schmid zieht seinen letzten Joker. Ex-Haching-Profi Michael Marinkovic wird nach wochenlanger Pause sein Debüt geben. Noch hält sich der Coach bedeckt, ob der Stürmer auch in der Startelf steht. Doch in den vergangenen drei Wochen hat er bereits wieder unter Vollkontakt trainiert. „Das schaut schon sehr rund aus“, betont Schmid. Kein anderer Murnauer hat zuletzt so viele Einheiten abgerissen wie Marinkovic.

Welchen Vorteil hat Habach?

Den gewaltigen Heimbonus. Bereits zum Hinspiel kamen über 400 Zuschauer, die Lauteren schrieen für den ASV. Mit ähnlichen Zahlen rechnen die Habacher für Sonntag. „Wenn’s mehr werden, sind wir auch gerüstet“, betont Feigl. Mit seiner Frau, die die Verpflegung organisiert, und dem Kassier hat er sich ausgetauscht. „Die meinen, dass es richtig zugehen wird.“ Sein Team hat mit solch einer Kulisse keine Probleme. „Das ist für jeden nochmals eine Motivation.“

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