BFV trifft Regelungen für den Fall eines Abbruchs

Jugendfußball: Aufsteiger per Los möglich

Jugendfußball in Bayern
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Symbolbild

Es wird auch Härtefälle geben. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat Regelungen vorgestellt, wie die Saison 2020/21 im Jugendfußball gewertet werden soll.

Landkreis – Wie schon im Herren- und Damenbereich hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) Regelungen vorbereitet, wie die Saison 2020/21 im Jugendbereich gewertet werden soll, wenn diese nicht ordnungsgemäß beendet werden kann. Da derzeit nur kontaktfreies Training für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren mit maximal fünf Personen erlaubt ist, dürfte davon ausgegangen werden, dass diese auch greifen werden.

Erarbeitet hat die Regelungen der Juniorenausschuss mit BFV-Jugendleiter Florian Weißmann an der Spitze gemeinsam mit Vereinsvertretern. „Wir waren durchweg in einem sehr positiven und konstruktiven Austausch, der nie abgerissen ist und nicht abreißen wird. Umso wichtiger ist es, schon zum jetzigen Zeitpunkt nochmals alle Eventualitäten und Regelungen kompakt und übersichtlich darzustellen“, sagt Weißmann auf der Homepage des BFV. Da noch nicht klar sei, wie sich die Pandemie weiter auswirkt, seien Regelungen für alle Szenarien getroffen worden. Klar sei aber: „Wir wissen, dass es auch hier vereinzelt zu Härtefällen kommen wird. Eine Patentlösung, die allen Interessen gerecht wird, das haben wir in den vergangenen Monaten der Pandemie leider erfahren müssen, gibt es nicht“, betont Weißmann.

Die Wertung der Saison

Konkret für die Spielzeit bedeutet das gemäß des Drei-Stufen-Plans des Paragrafen 54 der Jugendordnung, dass die Tabellen gemäß Quotientenregelung gewertet werden – unabhängig von der Anzahl der gewerteten Spiele. Laut BFV haben auf Verbands- und Bezirksspielklasse mehr als 80 Prozent der Mannschaften mindestens 50 Prozent der für die Spielzeit 1 der zweigeteilten Saison absolviert. 

„Beim Blick auf die aktuelle Pandemieentwicklung wäre es fahrlässig, einen Saisonabbruch zu negieren und nicht in Betracht ziehen“, heißt es vonseiten des BFV. Sollten zwei Teams den gleichen Quotienten aufweisen, zählt zunächst der direkte Vergleich, dann eine Sondertabelle der Spiele mit den gleichen gegnerischen Mannschaften und schließlich die höhere Anzahl der gewerteten Spiele.

Aufstieg/Relegation

Eine Relegation ist aktuell ausschließlich für den Aufstieg geplant. Kann diese nicht durchgeführt werden, ermittelt der zuständige Jugendausschuss den Aufsteiger mittels Losverfahren. Dieses Szenario betrifft die Aufstiege von der Kreis- in die Bezirksoberliga, von der Bezirksoberliga in eine Verbandsspielklasse sowie von der Bayernliga in die C-Junioren-Regionalliga oder in die A-/B-Junioren-Bundesliga. 

Pro Bezirk steigt ein Team in eine Spielklasse auf Verbandsebene auf. Im Bezirk Oberbayern haben sich die Bezirks-Jugendleiter bei den A-Junioren auf zwei Aufsteiger geeinigt. Aufgrund der dauerhaften Einführung der Meldeliga auf Kreisebene zur kommenden Spielzeit entfallen dort alle geplanten Relegationsspiele.

Die kommende Saison 2021/22

Für die kommende Saison plant der BFV mit dem gleichen Spielklassenformat (Spielzeit 1 und 2), um für „einen möglicherweise länger andauernden oder wiederkehrenden Lockdown und damit einhergehende Wettkampfverbote bestmöglich gerüstet zu sein“. Derzeit sind folgende Fristen zu beachten: 15. Mai Antrag auf Höhergruppierung; 1. Juni bis 15. Juli Wechselfrist; 15. Juni bis 15. Juli Meldebogen. Zudem ist eine Modifizierung des Paragrafen 54 der Jugendordnung ebenso angedacht wie ein „verschärfter Abstieg, um das sportliche Niveau der Spielklassen wieder anzuheben“. Anregungen zu möglichen Regelungen oder einem attraktiven Spielsystem vonseiten der Vereine nehme der Verbands-Jugendausschuss gerne auf, teilt der BFV auf seiner Internetseite mit. (SEBASTIAN SCHUCH)

Quelle: Merkur.de

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