Junge Hachinger Elf noch zu brav

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Durchaus bemüht sind die Hachinger: Ulrich Taffertshofer (l.), versucht, einen Regensburger zum umspielen.

SpVgg Unterhaching - Das Bemühen war der SpVgg Unterhaching gegen den SSV Jahn Regensburg nicht abzusprechen. Trotzdem setzte es gegen den Top-Favorit der Regionalliga Bayern eine verdiente 0:2 (0:1)-Heimniederlage.

Claus Schromm machte die (vor allem finanziell bedingten) Kräfteverhältnisse zwischen den Kontrahenten bei seinen Spielern schon vor dem Anpfiff zum Thema: „Ich habe die Jungs vor dem Spiel gefragt, was sie glauben, wie oft sie gewinnen würden, wenn wir zehnmal gegen Regensburg spielen würden. Es kamen unterschiedliche Ergebnisse.“ Allerdings, so ließ Hachings Trainer durchblicken, wohl relativ oft die Antwort: „Einmal“. Denn Schromms Fazit lautete: „Dieser eine Tag war heute nicht.“

Dabei begann die SpVgg vor 2000 Zuschauern mit einer rotzfrechen Aktion von Alexander Piller, der auf dem rechten Flügel durchging, dessen flache Hereingabe Alexander Sieghart aber verpasste (4.). Es sollte bis zur Pause allerdings die gefährlichste Szene vor dem Regensburger Gehäuse bleiben. „In der ersten Halbzeit waren wir zu unruhig“, befand Schromm. Immerhin wehrte sich seine Truppe aber nach Kräften, sodass die Gäste ebenfalls kaum Chancen hatten. Einen Kopfball von Markus Ziereis nach einer Ecke klärte Maximilian Bauer auf der Linie (12.), Uwe Hesse prüfte SpVgg-Keeper Stefan Marinovic, der nachfassen musste (29.). Doch als der erste Durchgang fast überstanden war, rannte Paul Niehaus den Regensburger Oliver Hein im Strafraum ungestüm um, Kolja Pusch verwandelte den fälligen Elfmeter (43.).

Ein unnötiges Foul, ein ungünstiger Zeitpunkt: Nun schien alles für den Favoriten zu sprechen. Doch die Hachinger zeigten sich nicht geschockt, im Gegenteil: „In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich besser. Wir haben mutiger nach vorn gespielt“, lobte Schromm, der kurz nach dem Wechsel die beste Chance für sein Team sah: Markus Einsiedler tankte sich, obwohl von den Verteidigern gezogen und gezerrt, durch, legte auf für Sieghart, dessen Schuss Jahn-Torwart Philipp Pentke parierte (49.). Manfred Schwabl hätte sich in dieser Situation ohnehin eine andere Lösung gewünscht: „Den Elfer muss er ziehen“, fand der SpVgg-Präsident, dass Einsiedler nach den unfairen Attacken besser zu Boden gegangen wäre.

Doch genau das machte den Unterschied. „Die Regensburger waren abgeklärter“, so Schwabl. „Regensburg war erfahrener, cleverer in jedem Zweikampf“, bestätigte Hachings Kapitän Josef Welzmüller. „Da müssen wir mit anderen Dingen wie Laufbereitschaft dagegenhalten, das haben wir versucht, aber noch nicht ganz geschafft.“ Denn die Gäste hatten auch im zweiten Durchgang nur wenige Möglichkeiten, eine nutzten sie aber eben ganz clever gegen eine in dieser 75. Minute zu unbedarft wirkende SpVgg-Defensive: Marcel Hofrath machte sich links auf und davon und bediente Hesse, der nur noch eindrücken musste. „Der Typ geht nach drei Pressschlägen gegen Piller, Bauer und Welzmüller durch“, beklagte Schromm das zu brave Zweikampfverhalten gegen den Vorlagengeber. „Zu meiner Zeit wäre der auf der Tribüne gelandet“, ergänzte Schwabl.

Doch es ist eben die Zeit der blutjungen Hachinger, und deren 0:2-Niederlage war damit besiegelt, weil ihnen die Effektivität der Gäste abging. „Wir haben uns oft gut durchgespielt, aber der letzte Pass hat gefehlt“, so Welzmüller, der damit auf den Punkt brachte, warum Regensburg als verdienter Sieger vom Platz ging, auch wenn Schromm angesichts des couragierten Auftritts seiner Hachinger Elf fand: „Das Ergebnis ist nach diesem Spiel schon heftig.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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