Juric-Treffer sorgt für Befreiungsschlag

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Bot eine starke Leistung auf der rechten Seite: Phillipp Schuler (r.), der von Hallbergmoos gekommen war.

TSV Eching - Aufatmen im Zebra-Lager: Durch einen letztlich glücklichen 1:0-Heimerfolg über den SV Türkgücü-Ataspor rehabilitiert sich der TSV Eching eine Woche nach dem Debakel in Töging.

„Bälle halten“, lautete die Forderung von Florian Bittner zu Beginn der dreiminütigen Nachspielzeit, gut hörbar für die nur etwas mehr als 100 Zuschauer im weiten Rund des Willi-Widhopf-Stadions. Denn speziell in der Schlussviertelstunde drohte nach jedem Ballverlust unmittelbar Gefahr für die Hintermannschaft des TSV.

Der Gast aus der Landeshauptstadt wirkte spielerisch durchaus gefällig und überlegen, kombinierte phasenweise sehr ansehnlich, bekam aber den Ball nicht im Zebra-Gehäuse unter. Das lag einerseits an der deutlich verbesserten Echinger Deckung, andererseits an einem starken Torhüter Franz Hornof.

Allein Cengiz Ötkün scheiterte gleich drei Mal (38./53./84.) am ehemaligen Hallbergmooser Schlussmann, wobei insbesondere seine Parade in der 84. Minute das Prädikat „extraklasse“ verdiente: Hornof kratzte einen Cengiz-Schuss aus dem Torwinkel.

Doch der Reihe nach. Kurz vor dem Match und gleich nach Spielbeginn erlitten die Zebras herbe Verluste. Eren Bircan musste nach dem Aufwärmen ebenso mit einem Muskelfaserriss passen wie Michael Ott, als erst wenige Minuten absolviert waren. Tim Gebhard rutschte anstelle von Bircan in die Startformation, während Ott durch Marko Juric ersetzt wurde.

Beide Teams suchten in der Anfangsphase vehement nach Sicherheit und neutralisierten sich dabei gegenseitig. Folgerichtig war es eine Standardsituation, die zum Tor des Tages führte: Jens Fölting schlug einen Eckball von links scharf an den kurzen Pfosten. Der ansonsten bärenstarke Gästekeeper Nazim Kücükkaya, einst Profi in Ankara, kam nicht richtig an den Ball, Juric schaltete am schnellsten und nagelte das Leder zum 1:0 unter die Latte.

Die Hausherren profitierten von der Führung zunächst kaum. Selten lief der Ball über mehrere Stationen, immer wieder störten die aufmerksamen Gäste den Spielaufbau frühzeitig. Unmittelbar vor dem Pausentee vergab Marc Gundel die Riesenchance zum 2:0, zögerte nach einem Zuspiel von Fabijan Hrgota aber etwas zu lange.

Gleich nach Wiederanpfiff die nächste Top-Gelegenheit für den TSV Eching: Gundel legte quer, Kücükkaya klärte per Fußabwehr, doch Juric verfehlte aus acht Metern. Die Partie im Willi-Widhopf-Stadion nahm endlich Fahrt auf. Echings Kapitän Mustafa Kantar klärte gegen Sinan Neumair auf der Linie, bevor Ferhat Mavi und Burkibar Cisse mit einer Doppelchance an Hornof scheiterten (53.).

Im direkten Gegenzug kam TSV-Stürmer Fabijan Hrgota im Gästestrafraum zu Fall, vom umsichtigen Schiedsrichter Patrick Krettek ebenso als nicht elfmeterreif eingestuft wie später auf der anderen Seite, als Cengiz zu Boden ging.

Genau eine Stunde war vorüber, als Bittner nach gutem Pressing im Mittelfeld aus 25 Meten mit einem fulminanten Geschoss seinen Meister in Kücükkaya fand. Gundel, der viel arbeitete, boten sich die beiden letzten größeren Möglichkeiten. Allerdings segelte erst der Ball übers Tor (69.), und auch bei einer Flanke des starken Philipp Schuler fehlten einige Zentimeter (78.).

Dann war Schluss und die Freude groß. Während Coach Fredi Ostertag von einem „wahnsinnig wichtigen Sieg“ sprach, spendierte Vereinswirt Sagermann Team und Trainer erstmal eine Bratwurst auf den zweiten Heimerfolg der Saison.

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Quelle: fussball-vorort.de

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