Justiz-Streit zwischen Türkgücü München und BFV

Türkgücü-Rechtsstreit: „BFV versucht alles, um Schweinfurt für den DFB-Pokal zu melden“

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Geschäftsführer Max Kothny und Türkgücü München gehen erneut den Rechtsweg.

Der Justiz-Streit geht weiter: Türkgücü hat beim Bayerischen Obersten Landesgericht ein Verfahren gegen den Verband und dessen Versuch, eine Entscheidung vor einem Schiedsgericht zu erwirken, eingeleitet.

  • Der Rechtsstreit zwischen dem BFV und Türkgücü München geht weiter.
  • Gegenüber unserer Zeitung sagt Türkgücü-Geschäftsführer Kothny, dass die Berufung nicht zur Debatte stand.
  • Drittligist Türkgücü ist weiterhin zuversichtlich, als Gewinner aus dem Justiz-Streit hervorzugehen.

Für die Münchner geht der schon jetzt gefühlt ewige Streit um den Platz im DFB-Pokal mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) weiter. Türkgücü hat beim Bayerischen Obersten Landesgericht ein Verfahren gegen den Verband und dessen Versuch, eine Entscheidung vor einem Schiedsgericht zu erwirken, eingeleitet. „Der BFV versucht alles, egal was gegen ihn spricht, um Schweinfurt für den DFB-Pokal zu melden. Das können wir uns als gleichwertiges Mitglied nicht gefallen lassen“, sagt Kothny unserer Zeitung. Der BFV habe vom Landgericht München „einen Elfmeter bekommen, den er nicht verwandelt hat.“

Kothny führte aus: „Wir haben heute beim Bayerischen Obersten Landesgericht ein Verfahren eingeleitet, das sich gegen das vom BFV angestrebte Schiedsverfahren richtet. Es gibt zwischen BFV und Türkgücü keine wirksame Schiedsvereinbarung, erst recht nicht für einen Streit über die Meldung zum DFB-Pokal. Wir sind zuversichtlich, dass das Bayerischen Oberste Landesgericht das genauso sehen und deshalb ein Schiedsverfahren für unzulässig erklären wird.“

Kothny: „Wir waren uns von Anfang an einig, dass wir in Berufung gehen“

"Wir waren uns von Anfang an einig, dass wir in Berufung gehen, sollte das Landgericht die Entscheidung zurück in die Hände des BFV geben", sagte Kothny. Die Pokal-Partie war ursprünglich für den 15. Oktober angesetzt, der DFB hat das Duell aber auf den 3./4. November verschoben. Dadurch bleibt Zeit für den Gang vor das Oberlandesgericht.

Das Landgericht hatte entschieden, dass der Verband entweder Türkgücü melden oder die Spielordnung erneut ändern muss, um eine Nominierung Schweinfurts zu legitimieren. Der Drittligist ist weiterhin zuversichtlich, als Gewinner aus dem Justiz-Streit hervorzugehen.

Autor: Nico Marius Schmitz

Quelle: Merkur.de

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